Die "hilfs­wei­se und vor­sorg­lich" erklär­te Kün­di­gung des Arbeits­ver­hält­nis­ses

Auch eine "hilfs­wei­se" oder "vor­sorg­lich" erklär­te Kün­di­gung drückt den Wil­len des Arbeit­ge­bers aus, das Arbeits­ver­hält­nis zu been­den.

Die "hilfs­wei­se und vor­sorg­lich" erklär­te Kün­di­gung des Arbeits­ver­hält­nis­ses

Der Zusatz "hilfs­wei­se" oder "vor­sorg­lich" macht ledig­lich deut­lich, dass der Arbeit­ge­ber sich in ers­ter Linie auf einen ande­ren Been­di­gungs­tat­be­stand beruft, auf des­sen Rechts­wir­kun­gen er nicht ver­zich­ten will 1.

Die "hilfs­wei­se" oder "vor­sorg­lich" erklär­te Kün­di­gung steht unter einer, zuläs­si­gen 2 – auf­lö­sen­den Rechts­be­din­gung iSv. § 158 Abs. 2 BGB. Ihre Wir­kung endigt, wenn fest­steht, dass das Arbeits­ver­hält­nis bereits zu einem frü­he­ren Zeit­punkt auf­ge­löst wor­den ist 3.

Bun­des­ar­beits­ge­richt, Urteil vom 10. April 2014 – 2 AZR 647/​13

  1. BAG 23.05.2013 – 2 AZR 54/​12, Rn. 44; 12.10.1954 – 2 AZR 36/​53, zu III der Grün­de, BAGE 1, 110[]
  2. BAG 21.11.2013 – 2 AZR 474/​12, Rn.19; 23.05.2013 – 2 AZR 54/​12 – aaO[]
  3. BAG 21.11.2013 – 2 AZR 474/​12, Rn.20; 23.05.2013 – 2 AZR 54/​12 – aaO[]