Qua­li­fi­zier­tes Zwi­schen­zeug­nis – in der lau­fen­den Kün­di­gungs­frist

Der Arbeit­neh­mer hat vor Ablauf der Kün­di­gungs­frist einen Anspruch auf Ertei­lung eines qua­li­fi­zier­ten Zwi­schen­zeug­nis­ses.

Qua­li­fi­zier­tes Zwi­schen­zeug­nis – in der lau­fen­den Kün­di­gungs­frist

Die Pflicht des Arbeit­ge­bers, ein Zwi­schen­zeug­nis zu ertei­len, stellt eine all­ge­mei­ne ver­trag­li­che Neben­pflicht dar 1.

Sie besteht, wenn das Ver­lan­gen des Arbeit­neh­mers nach einem Zwi­schen­zeug­nis auf einem trif­ti­gen Grund beruht 2.

Der trif­ti­ge Grund für das Ver­lan­gen nach einem Zwi­schen­zeug­nis besteht in einem gekün­dig­ten Arbeits­ver­hält­nis bereits dar­in, dass der Arbeit­neh­mer sich auch schon vor Ablauf der Kün­di­gungs­frist bei ande­ren Arbeit­ge­bern bewer­ben kann 3.

Arbeits­ge­richt Ulm, Urteil vom 22. März 2016 – 5 Ca 324/​15

  1. s. nur LAG Köln 02.02.2000 – 3 Sa 1296/​99, NZA ‑RR 2000, 419, 420[]
  2. ErfK/­Mül­ler-Glö­ge, 15. Aufl.2015, § 109 GewO Rn. 50[]
  3. vgl. LAG Köln 02.02.2000 – 3 Sa 1296/​99, NZA ‑RR 2000, 419, 420[]