Die private Krankenversicherung ist eine gute Anlaufstelle, wenn die Versicherungsnehmer jung sind und sich einer stabilen Gesundheit erfreut. Mit zunehmendem Alter zeigen sich jedoch, vor allem finanziell, oft Schwierigkeiten. Wenn es zurück in die GKV gehen soll, ist der Weg häufig versperrt. Wichtig zu wissen ist, welche Optionen dafür generell zur Verfügung stehen.
Das Problem mit dem Alter
Viele Versicherungsnehmer stellen vor allem im Alter fest, dass die private Krankenversicherung für sie zu einer finanziellen Belastung wird. Doch dann ist es für einen Wechsel fast schon zu spät. Wer 55 Jahre oder älter ist, steht vor der Schwierigkeit, dass auch ein Angestelltenverhältnis oder eine Reduzierung der jährlichen Einnahmen keinen Erfolg mehr erzielt. Hier gibt es eigentlich nur einen Weg. Die einzige Möglichkeit für die Rückkehr in die gesetzliche Krankenversicherung ist die Familienversicherung. Diese lässt sich jedoch nur dann erzielen, wenn das Einkommen bei weniger als 450 Euro pro Monat liegt. Zudem ist die Voraussetzung, dass der Partner oder die Partnerin selbst in der gesetzlichen Krankenversicherung sind.
Was Angestellte tun können
Gerade ein sehr hohes jährliches Einkommen im Angestelltenverhältnis ist einer der Gründe dafür, dass in die private Krankenversicherung gewechselt wird. Doch auch dann kommt teilweise der Wunsch auf, wieder in die gesetzliche Krankenversicherung zu wechseln. Das kann dann funktionieren, wenn das Einkommen gesenkt wird. Hier sind die Wege durchaus unterschiedlich. So können Angestellte beispielsweise in eine betriebliche Altersvorsorge einzahlen und so das Einkommen pro Jahr reduzieren. Vielleicht ist auch geplant, weniger zu arbeiten. Der Weg in die Teilzeit bringt mit hoher Sicherheit eine deutliche Reduzierung des Einkommens mit und macht damit den Weg in die gesetzliche Krankenversicherung frei.
Was Selbstständige tun können
Selbstständige entscheiden sich häufig aus Kostengründen für den Wechsel in die private Krankenversicherung. Wer dann gerne doch wieder wechseln möchte, der kann eigentlich nur dafür sorgen, dass die Selbstständigkeit nur noch einen geringen Teil des Einkommens ausmacht. Das heißt, dass der Hauptberuf im Angestelltenverhältnis stattfinden muss und natürlich die Einkommensgrenze nicht übersteigen darf. Auch hier spielt das Alter eine Rolle. Wer über 55 Jahre ist, hat es ebenfalls aus der Selbstständigkeit heraus schwer, wieder in die gesetzliche Krankenversicherung zu kommen.
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- Krankenversicherung: Michael Schwarzenberg











