Spä­te­re Steu­er­erstat­tun­gen und das Eltern­geld

Spä­te­re Steu­er­erstat­tun­gen sind bei der Berech­nung der Höhe des Eltern­gel­des nicht zu berück­sich­ti­gen.

Spä­te­re Steu­er­erstat­tun­gen und das Eltern­geld

In einem vom Lan­des­so­zi­al­ge­richt Rhein­land-Pfalz ent­schie­de­nen Fall hat­te die Klä­ge­rin nach Erhalt ihrer Ein­kom­mens­steu­er­be­schei­de für 2007 und 2008 mit einer Steu­er­erstat­tung von jeweils rund 1200 € die Beklag­te zur Neu­be­rech­nung ihres Eltern­geld­an­spru­ches auf­ge­for­dert. Die­se lehn­te ab. Die hier­ge­gen erho­be­ne Kla­ge wur­de sowohl vom erst­in­stanz­li­chen Sozi­al­ge­richt wie jetzt auch vom Lan­des­so­zi­al­ge­richt Rhein­land-Pfalz abge­wie­sen:

Das Eltern­geld dient dazu, das zuletzt vor der Geburt des Kin­des zum Lebens­un­ter­halt die­nen­de Ein­kom­men zu erset­zen. Sei­ner Berech­nung müs­sen des­halb die­je­ni­gen Ein­künf­te zu Grun­de gelegt wer­den, die wäh­rend des gesetz­lich defi­nier­ten letz­ten wirt­schaft­li­chen Dau­er­zu­stands den Lebens­stan­dard des Eltern­geld­be­rech­tig­ten geprägt haben, also in die­ser Zeit tat­säch­lich zuge­flos­sen sind. Die spä­ter erfolg­ten Steu­er­rück­er­stat­tun­gen waren indes­sen für den Lebens­stan­dard im maß­ge­ben­den Zwölf­mo­nats­zeit­raum nicht prä­gend

Lan­des­so­zi­al­ge­richt Rhein­land-Pfalz, Urteil vom 21. Okto­ber 2010 – L 5 EG 4/​10