3‑Ob­jek­te-Gren­ze II: Gesell­schafts­an­tei­le

Die Grund­stücks­ver­käu­fe einer Per­so­nen­ge­sell­schaft kön­nen einem Gesell­schaf­ter, des­sen Betei­li­gung nicht min­des­tens 10% beträgt und der auch eige­ne Grund­stü­cke ver­äu­ßert, jeden­falls dann als Objek­te im Sin­ne der Drei-Objekt-Gren­ze zuge­rech­net wer­den, wenn die­ser Gesell­schaf­ter über eine Gene­ral­voll­macht oder aus ande­ren Grün­den die Geschäf­te der Grund­stücks­ge­sell­schaft maß­geb­lich bestimmt.

3‑Ob­jek­te-Gren­ze II: Gesell­schafts­an­tei­le

Bedin­gen sich die Akti­vi­tä­ten zwei­er selb­stän­di­ger Rechts­sub­jek­te gegen­sei­tig und sind sie der­art mit­ein­an­der ver­floch­ten, dass sie nach der Ver­kehrs­an­schau­ung als ein­heit­lich anzu­se­hen sind, kön­nen bei der Prü­fung der Nach­hal­tig­keit im Sin­ne von § 15 Abs. 2 EStG die Hand­lun­gen des Einen dem Ande­ren zuge­rech­net wer­den.

Bun­des­fi­nanz­hof, Urteil vom 12. Juli 2007 – X R 4/​04