Baum-Bestand als nicht abnutz­ba­res Wirt­schafts­gut

Als Wirt­schafts­gut ist beim ste­hen­den Holz der in einem selb­stän­di­gen Nut­zungs- und Funk­ti­ons­zu­sam­men­hang ste­hen­de Baum­be­stand anzu­se­hen, der sich durch geo­gra­phi­sche Fak­to­ren, die Holz­art­zu­sam­men­set­zung oder die Alters­klas­sen­zu­sam­men­set­zung deut­lich von den übri­gen Holz­be­stän­den abgrenzt und regel­mä­ßig eine Min­dest­grö­ße von einem Hekt­ar umfasst.

Baum-Bestand als nicht abnutz­ba­res Wirt­schafts­gut

Ist für den Forst­be­trieb ein amt­lich aner­kann­tes Betriebs­gut­ach­ten oder Betriebs­werk erstellt wor­den, kann regel­mä­ßig für die Bestim­mung des Wirt­schafts­guts an die dar­in aus­ge­wie­se­ne kleins­te Pla­nungs- und Bewirt­schaf­tungs­ein­heit, den Bestand, ange­knüpft wer­den, soweit die­ser die Min­dest­grö­ße von einem Hekt­ar umfasst.

Der Bestand zählt zum nicht abnutz­ba­ren Anla­ge­ver­mö­gen des Forst­be­triebs.

Bun­des­fi­nanz­hof, Urteil vom 5. Juni 2008 – IV R 67/​05