Ton­nage­be­steue­rung und die Berück­sich­ti­gung einer Wert­auf­ho­lungs­rück­la­ge

Für den sich aus der erst­ma­li­gen Anwen­dung von § 6 Abs. 1 Nr. 3 EStG in der Fas­sung des Steu­er­ent­las­tungs­ge­set­zes 1999/​2000/​2002 zur Bewer­tung von Ver­bind­lich­kei­ten erge­ben­den Gewinn konn­te nach § 52 Abs. 16 Satz 6 EStG in der Fas­sung des Steu­er­ent­las­tungs­ge­set­zes 1999/​2000/​2002 eine Wert­auf­ho­lungs­rück­la­ge gebil­det wer­den, die in Höhe von neun Zehn­teln in den fol­gen­den Wirt­schafts­jah­ren gewinn­er­hö­hend auf­zu­lö­sen war. Optiert der Steu­er­pflich­ti­ge vor Ablauf die­ses Zeit­rau­mes zur Gewinn­ermitt­lung nach der Ton­na­ge, kann die Wert­auf­ho­lungs­rück­la­ge nicht im Rah­men der Fest­stel­lung des Unter­schieds­be­tra­ges berück­sich­tigt wer­den. Inso­weit fehlt es an einer gesetz­li­chen Grund­la­ge für die Auf­lö­sung der Rück­la­ge. Hier­bei han­delt es sich um eine rechts­po­li­ti­sche Unvoll­stän­dig­keit und nicht um eine plan­wid­ri­ge Geset­zes­lü­cke, die im Wege der Rechts­fort­bil­dung geschlos­sen wer­den könn­te.

Ton­nage­be­steue­rung und die Berück­sich­ti­gung einer Wert­auf­ho­lungs­rück­la­ge

Finanz­ge­richt Ham­burg, Gerichts­be­scheid vom 15. Novem­ber 2010 – 2 K 155/​09