Grund­stücks­si­cher­heit und Kür­zung des Gewer­be­er­trags

Immer wie­der pro­ble­ma­tisch ist die Fra­ge, ob einem Unter­neh­men die erwei­ter­te Kür­zungs­mög­lich­keit nach § 9 Nr. 1 Satz 2 des Gewer­be­steu­er­ge­set­zes zusteht, wenn es für ein ver­bun­de­nes Unter­neh­men unent­gelt­lich Sicher­hei­ten durch Bürg­schaf­ten, Grund­schul­den und Schuld­mit­über­nah­men gestellt hat. Einen der­ar­ti­gen Fall hat­te jetzt der Bun­de­fi­nanz­hof zu beur­tei­len und dabei ent­schie­den, dass die auf Grund­stü­cke bezo­ge­ne unent­gelt­li­che Bestel­lung von Sicher­hei­ten die Gren­zen der grund­stücks­be­zo­ge­nen Ver­mö­gens­ver­wal­tung i.S. von § 9 Nr. 1 Satz 2 GewStG wahrt. Die Grund­schuld­be­stel­lung zur Kre­dit­si­che­rung erfül­le nicht die Vor­aus­set­zun­gen eines „Die­nens“ i.S. von § 9 Nr. 1 Satz 5 GewStG.

Grund­stücks­si­cher­heit und Kür­zung des Gewer­be­er­trags

Bun­des­fi­nanz­hof, Urteil vom 17. Janu­ar 2006 – VIII R 60/​02