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Voll­stre­ckungs­schutz bei Steuerschulden

Für die Voll­stre­ckung von Gewer­be­steu­er besteht kein Voll­stre­ckungs­schutz auf­grund des Schrei­bens des Bun­des­fi­nanz­mi­nis­te­ri­ums zur Berück­sich­ti­gung der Aus­wir­kun­gen des Coro­na­vi­rus. Der Voll­stre­ckungs­schutz umfasst aller­dings auch die rück­stän­di­gen Steu­ern, die bereits aus der Zeit vor der Coro­­na-Pan­­de­­mie stam­men. So hat das Finanz­ge­richt Ber­­lin-Bran­­den­­burg in dem hier vor­lie­gen­den Fall eines Unter­neh­mers ent­schie­den, der

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Verwaltungsgericht Köln / Finanzgericht Köln

Die in einem Gewinn­fest­stel­lungs­be­scheid getrof­fe­nen Fest­stel­lun­gen – und der Gegen­stand des Klageverfahrens

Nach stän­di­ger Recht­spre­chung kann ein Gewinn­fest­stel­lungs­be­scheid i.S. des § 180 Abs. 1 Satz 1 Nr. 2 Buchst. a AO eine Viel­zahl selb­stän­di­ger und damit auch selb­stän­dig anfecht­ba­rer Fest­stel­lun­gen ent­hal­ten, die eigen­stän­dig in Bestands­kraft erwach­sen und des­halb für die in dem näm­li­chen Bescheid getrof­fe­nen und recht­lich nach­ge­la­ger­ten Fest­stel­lun­gen Bin­dungs­wir­kung ent­fal­ten kön­nen. Eine Kla­ge gegen einen

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Finanzamt

Soli­da­ri­täts­zu­schlag – und die Gewerbesteuer

Es ist für den Bun­des­fi­nanz­hof ver­fas­sungs­recht­lich nicht zu bean­stan­den, dass die Bemes­sungs­grund­la­ge des Soli­da­ri­täts­zu­schlags, soweit er nicht auf gewerb­li­che Ein­künf­te ent­fällt, ohne Berück­sich­ti­gung der Steu­er­ermä­ßi­gung nach § 35 EStG zu ermit­teln ist. In dem hier vom Bun­des­fi­nanz­hof ent­schie­de­nen Fall erziel­ten die kla­gen­den Ehe­leu­te im Jah­re 2011 Ein­künf­te u.a. aus nicht­selb­stän­di­ger Arbeit

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Erwei­ter­te Kür­zung bei der Gewerbesteuer

Einer grund­stücks­ver­wal­ten­den, nur kraft ihrer Rechts­form der Gewer­be­steu­er unter­lie­gen­den Gesell­schaft ist die sog. erwei­ter­te Kür­zung nach § 9 Nr. 1 Satz 2 GewStG nicht des­halb zu ver­weh­ren, weil sie an einer rein grund­stücks­ver­wal­ten­den, nicht gewerb­lich gepräg­ten Per­so­nen­ge­sell­schaft betei­ligt ist. Unter­liegt also eine grund­stücks­ver­wal­ten­de Gesell­schaft nur kraft ihrer Rechts­form der Gewer­be­steu­er, kann sie die erweiterte

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Der auf­ge­ho­be­ne Gewer­be­steu­er­be­scheid – und die Ver­sa­gung der Tarifbegrenzung

1. Wird der Gewer­be­steu­er­mess­be­scheid auf­grund eines Rechts­be­helfs auf­ge­ho­ben, weil der Steu­er­pflich­ti­ge eine selb­stän­di­ge Tätig­keit i.S. des § 18 Abs. 1 Nr. 3 EStG aus­übt, ist das Finanz­amt nach § 174 Abs. 4 AO im Grund­satz berech­tigt, den Ein­kom­men­steu­er­be­scheid durch Ver­sa­gung der Tarif­be­gren­zung gemäß § 32c EStG a.F. zu ändern. In die­sem Fall beruhen

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Bundesfinanzhof (BFH)

Gewer­be­steu­er­sa­chen – und der Streitwert

Die Höhe der Gerichts­ge­büh­ren rich­tet sich nach dem Streit­wert (§ 3 Abs. 1, § 34 Abs. 1 GKG) sowie den in Anla­ge 1 zu § 3 Abs. 2 GKG auf­ge­führ­ten Gebüh­ren­tat­be­stän­den. Der Streit­wert ist in Ver­fah­ren u.a. vor den Gerich­ten der Finanz­ge­richts­bar­keit nach der sich aus dem Antrag des Klä­gers für ihn erge­be­nen Bedeu­tung der

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Hin­ter­zie­hun­gen ver­schie­de­ner Steu­ern – als Tateinheit

Die Abga­be jeder ein­zel­nen unrich­ti­gen Steu­er­erklä­rung ist zwar grund­sätz­lich als selb­stän­di­ge Tat im Sin­ne von § 53 StGB zu wer­ten. Von Tat­mehr­heit ist also aus­zu­ge­hen, wenn die abge­ge­be­nen Steu­er­erklä­run­gen ver­schie­de­ne Steu­er­ar­ten, ver­schie­de­ne Besteue­rungs­zeit­räu­me oder ver­schie­de­ne Steu­er­pflich­ti­ge betref­fen. Jedoch liegt aus­nahms­wei­se Tat­ein­heit vor, wenn die Hin­ter­zie­hun­gen durch die­sel­be Erklä­rung bewirkt werden

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Grund­stücks­pacht – umsatz­ab­hän­gi­ge Pacht­zah­lun­gen und die gewer­be­steu­er­li­che Hinzurechnung

Gemäß § 8 Nr. 1 Buchst. e GewStG 2002 n.F. wer­den dem Gewinn aus Gewer­be­be­trieb ‑unter wei­te­ren, hier nicht strei­ti­gen Vor­­aus­­se­t­­zun­­­gen- ein Vier­tel der Sum­me aus drei­zehn Zwan­zigs­tel der Miet- und Pacht­zin­sen für die Benut­zung der unbe­weg­li­chen Wirt­schafts­gü­ter des Anla­ge­ver­mö­gens, die im Eigen­tum eines ande­ren ste­hen, wie­der hin­zu­ge­rech­net. Nach der zur Ver­mie­tung und

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Gewer­be­steu­er einer Per­so­nen­ge­sell­schaft – und das Ver­bot des Betriebsausgabenabzugs

Das Ver­bot, die Gewer­be­steu­er­last bei der Ermitt­lung des Gewinns einer Per­so­nen­ge­sell­schaft zu berück­sich­ti­gen, ist nach Ansicht des Bun­des­fi­nanz­hofs mit dem Grund­ge­setz ver­ein­bar. Die in § 4 Abs. 5b EStG ange­ord­ne­te Nicht­ab­zugs­fä­hig­keit der Gewer­be­steu­er von der Bemes­sungs­grund­la­ge der Ein­kom­men­steu­er ist ver­fas­sungs­ge­mäß. Die Gewer­be­steu­er ist ihrer Natur nach eine Betriebs­aus­ga­be und min­dert deshalb

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Bundesfinanzhof (BFH)

Gewer­be­steu­er­be­frei­ung in der Betriebs­auf­spal­tung – die GmbH & Co. KG als Besitzgesellschaft

Die tätig­keits­be­zo­ge­ne und rechts­form­neu­tra­le Befrei­ung der Betriebs­ka­pi­tal­ge­sell­schaft von der Gewer­be­steu­er nach § 3 Nr.20 Buchst. b GewStG erstreckt sich bei einer Betriebs­auf­spal­tung auch auf die Ver­­­mie­­tungs- oder Ver­pach­tungs­tä­tig­keit der Besitz­per­so­nen­ge­sell­schaft in der Rechts­form einer GmbH & Co. KG. Dies gilt nach dem Urteil des Bun­des­fi­nanz­hofs auch in dem Fall, dass die Betriebs-GmbH die

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Ambu­lan­tes Reha­bi­li­ta­ti­ons­zen­trum – und die Gewerbesteuerpflicht

Die dem Sozi­al­recht ent­lehn­ten Begrif­fe des § 3 Nr.20 GewStG sind nach sozi­al­recht­li­chen Maß­stä­ben aus­zu­le­gen. Ein ambu­lan­tes Reha­bi­li­ta­ti­ons­zen­trum ist weder ein Kran­ken­haus i.S. des § 3 Nr.20 Buchst. b GewStG noch eine Ein­rich­tung zur vor­über­ge­hen­den Auf­nah­me pfle­ge­be­dürf­ti­ger Per­so­nen i.S. des § 3 Nr.20 Buchst. d GewStG. Reha­bi­li­ta­ti­on und Pfle­ge sind wesens­ver­schie­den. § 3 Nr.20 Buchst. d GewStG

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Bundesfinanzhof (BFH)

Fest­stel­lung des gewer­be­steu­er­recht­li­chen Fehl­be­trags – und der Streitwert

Ein Bescheid über die Fest­stel­lung der vor­trags­fä­hi­gen Ver­lus­te ist nicht i.S. des § 52 Abs. 3 GKG auf eine Geld­leis­tung gerich­tet, wes­halb der Streit­wert gemäß § 52 Abs. 1 GKG nach der sich aus dem Antrag des Klä­gers für ihn erge­ben­den Bedeu­tung der Sache zu bestim­men ist. Maß­geb­lich hier­für sind zwar grund­sätz­lich die

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Umwand­lung einer Organ­ge­sell­schaft in eine Per­so­nen­ge­sell­schaft – und die Gewer­be­steu­er­an­rech­nung für Veräußerungsgewinne

Die im Anschluss an die Umwand­lung einer Organ­ge­sell­schaft in eine Per­so­nen­ge­sell­schaft erziel­ten und mit Gewer­be­steu­er belas­te­ten Ver­­äu­­ße­­rungs- und Auf­ga­be­ge­win­ne unter­lie­gen der Steu­er­ermä­ßi­gung des § 35 Abs. 2 EStG. Nach § 35 Abs. 1 EStG ermä­ßigt sich die um sons­ti­ge Steu­er­ermä­ßi­gun­gen mit Aus­nah­me der §§ 34f und 34g EStG ver­min­der­te tarif­li­che Ein­kom­men­steu­er, soweit

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Verwaltungsgericht Köln / Finanzgericht Köln

Soli­da­ri­täts­zu­schlag – und der Steu­er­ermä­ßi­gungs­be­trag für gewerb­li­che Einkünfte

Der Grund­satz der steu­er­li­chen Las­ten­gleich­heit des Art. 3 Abs. 1 GG gebie­tet es nach Ansicht des Finanz­ge­richts Baden-Wür­t­­te­m­­berg nicht, dass der Steu­er­ermä­ßi­gungs­be­trag des § 35 EStG für Zwe­cke der Fest­set­zung des Soli­da­ri­täts­zu­schlags nach der Sum­me aller posi­ti­ven Ein­künf­te ermit­telt wird. § 35 EStG in der Fas­sung ab 2008 ist nach Ansicht des Finanzgerichts

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Verwaltungsgericht Köln / Finanzgericht Köln

Gewer­be­steu­er­be­frei­ung für Wirtschaftsförderungsgesellschaften

Nach § 3 Nr. 25 GewStG 1991/​1999/​2002 sind von der Gewer­be­steu­er Wirt­schafts­för­de­rungs­ge­sell­schaf­ten befreit, wenn sie von der Kör­per­schaft­steu­er befreit sind. Nach § 5 Abs. 1 Nr. 18 Satz 1 KStG 1991/​1996/​1999/​2002 sind von der Kör­per­schaft­steu­er Wirt­schafts­för­de­rungs­ge­sell­schaf­ten befreit, deren Tätig­keit sich auf die Ver­bes­se­rung der sozia­len und wirt­schaft­li­chen Struk­tur einer bestimm­ten Regi­on durch För­de­rung der

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Grund­stücks­un­ter­neh­men, Betriebs­auf­spal­tung – und die erwei­ter­te gewer­be­steu­er­li­che Kürzung

Gemäß § 7 Abs. 1 Satz 1 GewStG 2002 ist Gewer­be­er­trag der nach den Vor­schrif­ten des Ein­kom­men­steu­er­ge­set­zes oder des Kör­per­schaft­steu­er­ge­set­zes zu ermit­teln­de Gewinn aus dem Gewer­be­be­trieb, der bei der Ermitt­lung des Ein­kom­mens für den dem Erhe­bungs­zeit­raum ent­spre­chen­den Ver­an­la­gungs­zeit­raum zu berück­sich­ti­gen ist, ver­mehrt und ver­min­dert um die in den §§ 8 und 9 GewStG 2002 bezeichneten

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Vor­trags­fä­hi­ger Gewer­be­ver­lust – und die feh­len­de Gewerbesteuerpflicht

Ohne eine bestehen­de Gewer­be­steu­er­pflicht darf kein vor­trags­fä­hi­ger Gewer­be­ver­lust nach § 10a Satz 6 GewStG fest­ge­stellt wer­den. Nach § 2 Abs. 1 Satz 1 GewStG unter­liegt der Gewer­be­steu­er nur der ste­hen­de Gewer­be­be­trieb. Des­halb beginnt die sach­li­che Gewer­be­steu­er­pflicht der unter § 2 Abs. 1 GewStG fal­len­den Gewer­be­be­trie­be erst, wenn alle tat­be­stand­li­chen Vor­aus­set­zun­gen eines (ori­gi­nä­ren oder fik­ti­ven) Gewer­be­be­triebs erfüllt

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Die aus­län­di­sche Betriebs­stät­te in der Gewerbesteuer

Bei dem Hin­zu­rech­nungs­be­trag nach § 10 Abs. 1 Satz 1 AStG han­delt es sich um einen Teil des Gewer­be­er­trags eines inlän­di­schen Unter­neh­mens, der auf eine nicht im Inland bele­ge­ne Betriebs­stät­te ent­fällt. Der Gewinn des inlän­di­schen Unter­neh­mens ist des­we­gen um die­sen Betrag nach § 9 Nr. 3 Satz 1 GewStG 2002 zu kür­zen. In dem hier

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Ver­äu­ße­rung eines Mit­un­ter­neh­mer­an­teils – und die erwei­ter­te Kür­zung bei der Gewerbesteuer

Bereits im Erhe­bungs­zeit­raum 2003 war der Gewinn aus der Ver­äu­ße­rung eines Mit­un­ter­neh­mer­an­teils i.S. des § 7 Satz 2 Nr. 2 GewStG nicht in die erwei­ter­te Kür­zung gemäß § 9 Nr. 1 Satz 2 GewStG ein­zu­be­zie­hen. § 9 Nr. 1 Satz 6 GewStG i.d.F. des EURLUmsG hat ledig­lich klar­stel­len­de Bedeu­tung. Dies ergibt sich für den Bun­des­fi­nanz­hof aus einer sys­te­ma­ti­schen Auslegung

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Ein­schiffs­ge­sell­schaft – und die Gewer­be­steu­er­pflicht nach Auf­ga­be der Eigenbetriebsabsicht

Die Absicht zum lang­fris­ti­gen Betrieb von Han­dels­schif­fen ist Vor­aus­set­zung für die Anwen­dung der Gewinn­ermitt­lung nach der Ton­na­ge. Wie der Bun­des­fi­nanz­hof mit Urteil vom 26.09.2013 ent­schie­den hat, setzt die Gewinn­ermitt­lung nach § 5a EStG u.a. die Absicht des Steu­er­pflich­ti­gen zum lang­fris­ti­gen Betrieb von Han­dels­schif­fen vor­aus. Dar­an fehlt es u.a., wenn eine

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Schach­tel­pri­vi­le­gie­rung im gewer­be­steu­er­recht­li­chen Organ­kreis – und die Bruttomethode

An der in stän­di­ger Spruch­pra­xis des BFH sowie in stän­di­ger Ver­wal­tungs­pra­xis ver­tre­te­nen sog. gebro­che­nen oder ein­ge­schränk­ten Ein­heits­theo­rie ist bei der Ermitt­lung des Gewer­be­er­trags im gewer­be­steu­er­recht­li­chen Organ­kreis fest­zu­hal­ten. Die im gewer­be­steu­er­recht­li­chen Organ­kreis für die Ermitt­lung der Gewer­be­er­trä­ge der Organ­ge­sell­schaft und des Organ­trä­gers nach § 7 Satz 1 (i.V.m. § 2 Abs. 2 Satz 2)

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Ver­äu­ße­rungs­ge­winn als lau­fen­der Gewinn – und die Gewerbesteuer

Der Gewer­be­er­trag nach § 7 Satz 1 GewStG umfasst auch einen nach § 16 Abs. 2 Satz 3 EStG als lau­fen­der Gewinn zu erfas­sen­den Ver­äu­ße­rungs­ge­winn. Gemäß § 7 Satz 1 GewStG ist Gewer­be­er­trag der nach den Vor­schrif­ten des EStG oder des Kör­per­schaft­steu­er­ge­set­zes zu ermit­teln­de Gewinn aus Gewer­be­be­trieb, ver­mehrt und ver­min­dert um die Hin­zu­rech­nun­gen und Kür­zun­gen nach

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Ver­lust­vor­trag, Min­dest­be­steue­rung – und der Bil­lig­keits­er­lass bei der Gewerbesteuer

Wegen der Fol­gen der Min­dest­be­steue­rung nach § 10a GewStG besteht kein Anspruch auf einen Bil­lig­keits­er­lass. So hat das Bun­des­ver­wal­tungs­ge­richt jetzt ent­schie­den, dass einer sog. Pro­jekt­ge­sell­schaft kein Bil­lig­keits­er­lass der Gewer­be­steu­er wegen des end­gül­ti­gen Weg­falls des Ver­lust­vor­trags nach § 10a GewStG zu gewäh­ren ist. Die Klä­ge­rin des vom Bun­des­ver­wal­tungs­ge­richts ent­schie­de­nen Fall wur­de 1997

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Zer­le­gung des Gewer­be­steu­er­mess­be­trags – und der fik­ti­ve Unter­neh­mer­lohn in der GmbH & Co. KG

Bei der Zer­le­gung des Gewer­be­steu­er­mess­be­trags ist ein fik­ti­ver Arbeits­lohn (sog. Unter­neh­mer­lohn) für die im Betrieb (hier: der GmbH & Co. KG) täti­gen Mit­un­ter­neh­mer gemäß § 31 Abs. 5 GewStG anzu­set­zen. Bei der Zer­le­gung des Gewer­be­steu­er­mess­be­trags sind die Arbeit­neh­mer der Kom­­ple­­men­­tär-GmbH der GmbH & Co. KG nicht etwa nach wirt­schaft­li­chen Gesichts­punk­ten zuzu­ord­nen. Der fiktive

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Das Dia­ly­se­zen­trum – und die Gewerbesteuer

Ein Dia­ly­se­zen­trum kann die Steu­er­be­frei­ungs­vor­schrif­ten des § 3 Nr.20 Buch­sta­ben b) oder d) GewStG nicht in Anspruch neh­men. Eine Gewer­be­steu­er­be­frei­ung für ein Dia­ly­se­zen­trum ist daher nicht mög­lich. In dem hier vom Finanz­ge­richt Müns­ter ent­schie­de­nen Fall gab die Klä­ge­rin, die zwei Dia­ly­se­zen­tren betreibt, kei­ne Gewer­be­steu­er­erklä­run­gen ab. Nach einer Außen­prü­fung ver­trat das Finanzamt

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Gewinn­an­tei­le eines stil­len Gesell­schaf­ters – und ihre gewer­be­steu­er­li­che Hinzurechnung

Nach § 8 Nr. 3 GewStG 1999/​2002 a.F. sind dem Gewinn aus Gewer­be­be­trieb (§ 7 GewStG 1999/​2002 a.F.) die Gewinn­an­tei­le eines stil­len Gesell­schaf­ters hin­zu­zu­rech­nen, soweit sie bei der Ermitt­lung des Gewinns abge­setzt wor­den sind und wenn sie beim Emp­fän­ger nicht zur Steu­er nach dem Gewer­be­er­trag her­an­zu­zie­hen sind. Der Begriff „Gewinn­an­tei­le des stil­len Gesell­schaf­ters“ umfasst

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Risi­ko­ent­gelt als Ent­gelt für Schul­den in der Gewerbesteuer

Ein Risi­ko­ent­gelt, das zur Abgel­tung eines erhöh­ten Finan­zie­rungs­ri­si­kos gezahlt wird, unter­fällt der Hin­zu­rech­nungs­vor­schrift des § 8 Abs. 1 Buchst. a) GewStG. Nach § 8 Nr. 1 Buchst. a) GewStG 2010 wird ein Vier­tel der Ent­gel­te für Schul­den dem Gewinn aus Gewer­be­be­trieb wie­der hin­zu­ge­rech­net, soweit sie bei der Ermitt­lung des Gewinns abge­setzt wor­den sind und

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Die Ein­stu­fung der Tätig­keit eines Fuß­ball­schieds­rich­ters als gewerbesteuerpflichtig

Ein „Markt“ nach § 15 Abs. 2 Satz 1 EStG, der für die Her­an­zie­hung zur Gewer­be­steu­er erfor­der­lich ist, exis­tiert für Fuß­ball­schieds­rich­ter nicht. Die Tätig­keit ent­spricht auch nicht dem Bild einer unter­neh­me­ri­schen Markt­teil­nah­me. Mit die­ser Begrün­dung hat das Finanz­ge­richt Rhein­­land-Pfalz in dem hier vor­lie­gen­den Fall die Aus­übung einer gewer­be­steu­er­pflich­ti­gen Tätig­keit bei einem Fußballschiedsrichter

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Gewerb­li­che Zwi­schen­ver­pach­tung – und die Gewerbesteuer

Die Besteue­rungs­fol­gen, die aus der Hin­zu­rech­nung der Mie­ten und Pach­ten für wei­ter­ver­mie­te­te oder ‑ver­pach­te­te Immo­bi­li­en zum Gewinn aus Gewer­be­be­trieb gemäß § 8 Nr. 1 Buchst. e GewStG 2002 i.d.F. des UntS­tRefG 2008 resul­tie­ren, ent­spre­chen im Regel­fall den gesetz­ge­be­ri­schen Wer­tun­gen und recht­fer­ti­gen daher grund­sätz­lich kei­nen Erlass der Gewer­be­steu­er wegen sach­li­cher Unbil­lig­keit. Ein Gewer­be­steu­er­erlass wegen

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Gewer­be­steu­er­li­che Hin­zu­rech­nung von Miet- und Pachtzinsen

Auch die Mie­ten und Pach­ten für wei­ter­ver­mie­te­te oder ‑ver­pach­te­te Immo­bi­li­en sind dem Gewinn aus Gewer­be­be­trieb gemäß § 8 Nr. 1 Buchst. e GewStG 2002 hin­zu­zu­rech­nen. Die Hin­zu­rech­nung von 13/​20 der Miet- und Pacht­zin­sen für die Benut­zung der unbe­weg­li­chen Wirt­schafts­gü­ter des Anla­ge­ver­mö­gens, die im Eigen­tum eines ande­ren ste­hen, ist ver­fas­sungs­ge­mäß. Gemäß § 8 Nr. 1 Buchst

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Anrech­nung aus­län­di­scher Quel­len­steu­er auf die deut­sche Gewerbesteuer

Für die Anrech­nung aus­län­di­scher Quel­len­steu­er auf die deut­sche Gewer­be­steu­er auf­grund eines Dop­pel­be­steue­rungs­ab­kom­mens ist das Finanz­amt und nicht die Gemein­de zustän­dig. Die Fra­ge der Anre­chen­bar­keit der (hier: kana­di­schen) Quel­len­steu­er fällt in die aus­schließ­li­che Zustän­dig­keit des Finanz­am­tes fällt, das den Steu­er­mess­be­trag nach § 11 GewStG i.V.m. § 22 Abs. 1, § 18

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Konferenzraum

Abkür­zung der gesetz­li­chen Ver­jäh­rungs­frist im Gebrauchtwagenhandel

Die for­mu­lar­mä­ßi­ge Abkür­zung der gesetz­li­chen Ver­jäh­rungs­frist im Gebraucht­wa­gen­han­del ist ins­ge­samt unwirk­sam, wenn auch die in § 309 Nr. 7 Buchst. a und b BGB bezeich­ne­ten Scha­dens­er­satz­an­sprü­che hier­von umfasst wer­den. Der Bun­des­ge­richts­hof hat­te sich in einer aktu­el­len Ent­schei­dung mit der Wirk­sam­keit einer Klau­sel in All­ge­mei­nen Geschäfts­be­din­gun­gen für den Ver­kauf gebrauch­ter Kraft­fahr­zeu­ge und Anhän­ger zu

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Begren­zung der gewer­be­steu­er­li­chen Verlustverrechnung

Die Beschrän­kung der Ver­rech­nung von vor­trags­fä­hi­gen Gewer­be­ver­lus­ten durch Ein­füh­rung einer jähr­li­chen Höchst­gren­ze mit Wir­kung ab 2004 ist nach Ansicht des Bun­des­fi­nanz­hofs ver­fas­sungs­ge­mäß. Das gilt auch, soweit es wegen der Begren­zung zu einem end­gül­tig nicht mehr ver­re­chen­ba­ren Ver­lust kommt. Hält der Steu­er­pflich­ti­ge eine ihn nach­tei­lig tref­fen­de Norm im Hin­blick auf die Typisierungsbefugnis

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Gewer­be­steu­er­li­che Hinzurechnungsvorschriften

Der Bun­des­fi­nanz­hof hat, wie er jetzt in einem Ver­fah­ren zur Aus­set­zung der Voll­zie­hung eines Steu­er­be­schei­des ent­schied, kei­ne „ernst­li­chen Zwei­fel“, dass die Hin­zu­rech­nungs­vor­schrif­ten des Gewer­be­steu­er­ge­set­zes (§ 8 Nr. 1 Buchst. a, d, e und f GewStG) ver­fas­sungs­ge­mäß sind Damit wider­spricht der Bun­des­fi­nanz­hof einer Ent­schei­dung des Finanz­ge­richts Ham­burg, das von der Ver­fas­sungs­wid­rig­keit der Hin­zu­rech­nungs­vor­schrif­ten über­zeugt ist und

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Gewerbe­steuer­hebe­sätze 2011

Nach der jetzt vor­lie­gen­den Sta­tis­tik des Sta­tis­ti­schen Bun­des­am­tes sind die Gewer­be­steu­er­he­be­sät­ze im Jahr 2011 im Bun­des­durch­schnitt um 2 Pro­zent­punkt auf durch­schnitt­lich 392 % gestie­gen. Die Extrem­punk­te mar­kie­ren dabei die Bun­des­län­der Hes­sen und Thü­rin­gen: Wäh­rend die Gewer­be­steu­er­he­be­sät­ze in Hes­sen um durch­schnitt­lich 2 Pro­zent­punk­te san­ken, stie­gen sie im Frei­staat Thü­rin­gen um 18 Pro­zent­punk­te. Die höchsten

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Fran­ce Télé­com und die Beihilfen

Fran­ce Télé­com hat in jedem Jahr von 1994 bis 2002 eine mit dem Gemein­sa­men Markt unver­ein­ba­re staat­li­che Bei­hil­fe erhal­ten. Mit die­ser Ent­schei­dung bestä­tig­te der Gerichts­hof der Euro­päi­schen Uni­on das Urteil des Gerichts. Die Ent­schei­dung, mit der die Kom­mis­si­on die­se Bei­hil­fen fest­ge­stellt und ihre Rück­for­de­rung ange­ord­net hat, ist rechts­gül­tig. Die­se Rechtssache

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Haf­tung für die Gewer­be­steu­er des alten Gaststättenbetreibers

Führt der neue Inha­ber einer Gast­stät­te die­se unter ihrem bis­he­ri­gen Namen fort, wobei der Name nicht geeig­net ist, den Geschäfts­in­ha­ber zu indi­vi­dua­li­sie­ren, dann haf­tet der neue Inha­ber nicht gemäß § 25 HGB für die Gewer­be­steu­er­ver­bind­lich­kei­ten des frü­he­ren Betrei­bers der Gast­stät­te. So hat das Ver­wal­tungs­ge­richts­hofs Baden-Wür­t­­te­m­­berg ent­schie­den im Fall einer Klägerin,

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Gestie­ge­ne Gewerbesteuerhebesätze

Die Gewer­be­steu­er­he­be­sät­ze sind im letz­ten Jahr im Bun­des­durch­schnitt gestie­gen. Nach dem Real­steu­er­ver­gleich des Sta­tis­ti­schen Bun­des­am­tes (Desta­tis) lag der durch­schnitt­li­che Hebe­satz aller Gemein­den in Deutsch­land für die Gewer­be­steu­er im Jahr 2010 bei 390 % und damit um 3 Pro­zent­punk­te höher als im Vor­jahr (387 %). Wie das Sta­tis­ti­sche Bun­des­amt wei­ter mit­teilt, ent­wi­ckel­ten sich die

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Scha­dens­er­satz­an­spruch einer Gemein­de wegen Feh­lern des Finanzamts

Einer Gemein­de steht kein Scha­dens­er­satz­an­spruch gegen das Land wegen Feh­lern des Finanz­amts bei der Gewer­be­steu­er­erhe­bung zu. Die Gemein­de hat­te einen Gewer­be­steu­er­be­scheid über ca. 350 000 € gegen ein steu­er­pflich­ti­ges Unter­neh­men auf­he­ben müs­sen, weil das zustän­di­ge Finanz­amt – auf Anre­gung des Finanz­ge­richts – den Gewer­be­steu­er­mess­be­scheid wegen eines Adres­sie­rungs­feh­lers für nich­tig erklärt hat­te. Die

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Gering­fü­gig­keits­gren­ze für Fan­ar­ti­kel­ver­kauf einer Gesangsgruppe

Gemäß § 2 Abs. 1 Satz 1 GewStG unter­liegt der Gewer­be­steu­er jeder ste­hen­de Gewer­be­be­trieb, soweit er im Inland betrie­ben wird. Nach Satz 2 der Vor­schrift ist unter Gewer­be­be­trieb ein gewerb­li­ches Unter­neh­men im Sin­ne des Ein­kom­men­steu­er­ge­set­zes zu ver­ste­hen. Gemäß § 15 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 EStG sind Ein­künf­te aus Gewer­be­be­trieb die Ein­künf­te aus gewerb­li­chen Unter­neh­men. Nach

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Kein Steu­er­glück für nicht­staat­li­che Lotterie

Der pri­va­te Ver­an­stal­ter einer nicht geneh­mig­ten Lot­te­rie ist nicht von der Gewer­be­steu­er befreit, wie es bei staat­li­chen Lot­te­rie­un­ter­neh­men der Fall ist ent­schied nun­mehr der Bun­des­fi­nanz­hof. Geklagt hat­te eine Lot­­to-Ser­­vice­­­ge­­sel­l­­schaft gegen die Fest­stel­lung des beklag­ten Finanz­am­tes von Ein­künf­ten aus Gewer­be­be­trieb. Die Klä­ge­rin orga­ni­sier­te in den Streit­jah­ren Spiel­ge­mein­schaf­ten zur Teil­nah­me an den

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Busi­ness Impro­ve­ment District – Son­der­ab­ga­ben Ham­bur­ger Art

Das Ham­bur­ger Modell des Busi­ness Impro­ve­ment District genügt nach einem Urteil des Ham­bur­gi­schen Ober­ver­wal­tungs­ge­richts den Anfor­de­run­gen des Demo­­kra­­tie- und Rechts­staats­prin­zips an Inno­va­ti­ons­ab­ga­ben, ins­be­son­de­re dem Geset­zes­vor­be­halt sowie den Anfor­de­run­gen an eine mit­tel­ba­re Staats­ver­wal­tung. Die bei­trags­ähn­li­che Son­der­ab­ga­be ent­spricht den an Son­der­ab­ga­ben mit Finan­zie­rungs­funk­ti­on zu stel­len­den Anfor­de­run­gen. Sie ver­letzt nicht den Gleich­heits­satz, weil

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Verwaltungsgericht Köln / Finanzgericht Köln

Gewer­be­steu­er und die form­wech­seln­de Umwandlung

Die form­wech­seln­de Umwand­lung einer KG in eine GmbH führt gemäß § 202 Abs. 1 Nr. 1 UmwG nicht zum Erlö­schen des ursprüng­lich bestehen­den und zur Ent­ste­hung eines neu­en Rechts­trä­gers. Viel­mehr besteht vor und nach dem Form­wech­sel ein und das­sel­be Rechts­sub­jekt. Ein irr­tüm­lich an die KG statt an die GmbH gerich­te­ter Gewer­be­steu­er­mess­be­scheid ist

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Gewer­be­steu­er­he­be­sät­ze und Grund­steu­er­he­be­sät­ze 2008

Das Sta­tis­ti­sche Bun­des­amt (Desta­tis) hat aktu­ell eine Über­sicht der 2008 in den deut­schen Städ­ten und Gemein­den gel­ten­den Gewer­be­steu­er­he­be­sät­ze sowie der Hebe­sät­ze für die Grund­steu­er A und B ver­öf­fent­licht. Die Hebe­sät­ze zur Gewer­be­steu­er sowie zur Grund­steu­er A und B wer­den von den Gemein­den fest­ge­setzt. Die Real­steu­er­ein­nah­men aus Gewer­be­steu­er und Grund­steu­er ste­hen den Gemein­den zu. Gewer­be­steu­er 2008 erzielten

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Bundesfinanzhof (BFH)

Aus­nahms­wei­se steu­er­pflich­ti­ger Veräußerungsgewinn

Steu­er­recht kann so ein­fach sein. Auch der Bun­des­finan­hof bestä­tig­te jetzt wie­der, dass eine kör­per­schaft­steu­er­li­che Rege­lung (näm­lich § 8b Abs. 4 Satz 2 Nr. 2 KStG 1999/​2002 in den Fas­sun­gen des Unter­neh­mens­steu­er­fort­ent­wick­lungs­ge­set­zes und des sog. Korb II-Gese­t­­zes) nicht wegen Ver­sto­ßes gegen das Gebot der Nor­men­klar­heit ver­fas­sungs­wid­rig sei. Unmit­tel­bar ein­leuch­tend, denn die Rege­lung ist ganz einfach:

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Gewerb­li­cher Grund­stücks­han­del mit­tels GmbH

Die Ein­brin­gung eines Grund­stücks in eine vom Steu­er­pflich­ti­gen beherrsch­te GmbH vor Fer­tig­stel­lung des Gebäu­des ist nach einem aktu­el­len Urteil des Bun­des­fi­nanz­hofs bei der Beur­tei­lung eines gewerb­li­chen Grund­stücks­han­dels als Anhalts­punkt für das Vor­lie­gen einer unbe­ding­ten Ver­äu­ße­rungs­ab­sicht her­an­zu­zie­hen. Der Gewinn, der anläss­lich der Ein­brin­gung eines Grund­stücks­han­dels­be­triebs in eine GmbH ent­steht, ist aufgrund

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Verwaltungsgericht Köln / Finanzgericht Köln

Gewer­be­steu­er im Konzern

Die Gewer­be­steu­er­be­frei­ung der Organ­trä­ge­rin nach § 3 Nr. 20 Buchst. c Gewer­be­steu­er­ge­setz erstreckt sich nach einem aktu­el­len Urteil des Nie­der­säch­si­schen Finanz­ge­richts nicht auf die Organ­ge­sell­schaft. Die Befrei­ung einer Organ­ge­sell­schaft von der Gewer­be­steu­er gemäß § 3 Nr. 20 GewStG erstreckt sich auch dann nicht auf eine ande­re Organ­ge­sell­schaft des­sel­ben Organ­krei­ses, die die Befrei­ungs­vor­aus­set­zun­gen ihrerseits

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Verwaltungsgericht Köln / Finanzgericht Köln

„Fes­te freie Mit­ar­bei­ter“ einer Rundfunkanstalt

Kön­nen „freie Mit­ar­bei­ter“ sozi­al­ver­si­che­rungs­recht­lich Arbeit­neh­mer und steu­er­lich trotz­dem selb­stän­dig sein? Und fällt in die­sem Fall auf die vom Dienst­herrn auf­grund der abwei­chen­den sozi­al­ver­si­che­rungs­recht­li­chen Ein­ord­nung zu zah­len­den Sozi­al­ver­si­che­rungs­bei­trä­ge Umsatz­steu­er an? Die­se Fra­ge hat­te jetzt der Bun­des­fi­nanz­hof auf­grund der Kla­ge eines „fes­ten frei­en Mit­ar­bei­ters“ einer öffen­t­­lich-rech­t­­li­chen Rund­funk­an­stalt zu ent­schei­den. Die Ant­wort des BFH:

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Ver­lust­über­trag bei Mehrmütterorganschaft

Zu den durch das Gesetz zur Fort­ent­wick­lung des Unter­neh­mens­steu­er­rechts (Unt­StFG) ge­schaf­fe­nen ge­setz­li­chen Re­ge­lun­gen zur sog. Mehr­müt­ter­or­gan­schaft urteil­te der Bun­des­fi­nanz­hof im März 2006 , dass die­se ver­fas­sungs­ge­mäß sind und nicht gegen das aus dem Rechts­staats­prin­zip (Art. 20 Abs. 3 GG) ab­ge­lei­te­te Rück­wir­kungs­ver­bot ver­sto­ßen. Die hier­ge­gen von der vor dem Bun­des­fi­nanz­hof unter­le­ge­nen Klägerin

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Betriebs­ver­äu­ße­rung nach Formwechsel

Die Ver­äu­ße­rung sämt­li­cher Mit­un­ter­neh­mer­an­tei­le an einer nach form­wech­seln­der Umwand­lung ent­stan­de­nen Per­so­nen­ge­sell­schaft an einen ein­zi­gen Erwer­ber inner­halb von fünf Jah­ren nach der Umwand­lung steht einer Betriebs­ver­äu­ße­rung gleich; der Ver­äu­ße­rungs­ge­winn unter­liegt gemäß § 18 Abs. 4 UmwStG in sei­ner ab 1. Janu­ar 1995 gel­ten­den Fas­sung der Gewer­be­steu­er. Nie­der­säch­si­sches Finanz­ge­richt, Urteil vom 28. April

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