Zweit­woh­nungs­steu­er für Main­zer Stu­den­ten

Das Bun­des­ver­wal­tungs­ge­richt in Leip­zig hat in zwei Revi­si­ons­ver­fah­ren über die Recht­mä­ßig­keit von Zweit­woh­nungs­steu­er­be­schei­den ent­schie­den, die die Stadt Mainz gegen Stu­die­ren­de der Uni­ver­si­tät erlas­sen hat­te. Es hat die dage­gen gerich­te­ten Kla­gen abge­wie­sen und die ent­ge­gen­ste­hen­den Urtei­le des Ver­wal­tungs­ge­richts Mainz und des Ober­ver­wal­tungs­ge­richts Rhein­land-Pfalz in Koblenz auf­ge­ho­ben.

Zweit­woh­nungs­steu­er für Main­zer Stu­den­ten

Zur Begrün­dung hat das Bun­des­ver­wal­tungs­ge­richt fol­gen­des aus­ge­führt: Die Zweit­woh­nungs­ab­ga­ben­sat­zung der Stadt Mainz sei bei ver­fas­sungs­kon­for­mer Aus­le­gung mit Art. 105 Abs. 2a GG ver­ein­bar. Ins­be­son­de­re die in der Sat­zung ent­hal­te­ne Anknüp­fung der Steu­er­pflicht an das Mel­de­recht begeg­ne kei­nen Beden­ken. Die Sat­zung kön­ne näm­lich in ihrer inzwi­schen rück­wir­kend geän­der­ten Fas­sung so aus­ge­legt wer­den, dass nach­weis­lich unrich­ti­ge mel­de­recht­li­che Ver­hält­nis­se für die Steu­er­pflicht nicht maß­ge­bend sei­en. Außer­dem kön­ne die Sat­zung so aus­ge­legt wer­den, dass nur Per­so­nen besteu­ert wür­den, denen eine recht­lich gesi­cher­te Nut­zungs­mög­lich­keit an der Zweit­woh­nung zuste­he, wie dies durch Art. 105 Abs. 2a GG gebo­ten sei.

Bun­des­ver­wal­tungs­ge­richt, Urtei­le vom 13. Mai 2009 – 9 C 6.08 und 7.08