Vaterschaftsanfechtung – und die Kindesmutter als gesetzliche Vertreterin des Kindes

Im Verfahren auf Anfechtung der Vaterschaft ist die allein sorgeberechtigte und mit dem rechtlichen Vater nicht verheiratete Mutter von der gesetzlichen Vertretung des minderjährigen Kindes nicht kraft Gesetzes ausgeschlossen. Nach der Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs folgt aus der notwendigen Beteiligung der Mutter am Abstammungsverfahren noch kein Ausschluss von der Vertretung des

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Abstammungsgutachten – und der Zeitpunkt seiner Einholung

Der Zeitpunkt der Einholung eines Abstammungsgutachtens unterliegt dem Verhältnismäßigkeitsgrundsatz. Wegen der familiären Auswirkungen der Abstammungsklärung kann es zur Wahrung des Verhältnismäßigkeitsgrundsatzes geboten sein, diese erst dann herbeizuführen, wenn das Gericht festgestellt hat, dass die sonstigen Voraussetzungen eines Umgangs- oder Auskunftsanpruchs vorliegen. InhaltsübersichtDer entschiedene AusgangssachverhaltDie Entscheidung des BundesverfassungsgerichtsAnordnung der Abstammungsuntersuchung als

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Exhumierung zur Vaterschaftsfeststellung

Das postmortale Persönlichkeitsrecht des Verstorbenen hat im Falle einer für die Feststellung der Vaterschaft erforderlichen DNA-Untersuchung und einer damit einhergehenden Exhumierung regelmäßig hinter das Recht des Kindes auf Kenntnis der eigenen Abstammung zurückzutreten. Im hier vom Bundesgerichtshof entschiedenen Fall begehrt die im Jahr 1944 geborene und in der früheren DDR

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