Vater­schafts­an­fech­tung – und die Kin­des­mut­ter als gesetz­li­che Ver­tre­te­rin des Kin­des

Im Ver­fah­ren auf Anfech­tung der Vater­schaft ist die allein sor­ge­be­rech­tig­te und mit dem recht­li­chen Vater nicht ver­hei­ra­te­te Mut­ter von der gesetz­li­chen Ver­tre­tung des min­der­jäh­ri­gen Kin­des nicht kraft Geset­zes aus­ge­schlos­sen . Nach der Recht­spre­chung des Bun­des­ge­richts­hofs folgt aus der not­wen­di­gen Betei­li­gung der Mut­ter am Abstam­mungs­ver­fah­ren noch kein Aus­schluss von der Ver­tre­tung

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Die Kos­ten der Ergän­zungs­pfle­ge­rin – und die Fra­ge der unrich­ti­gen Sach­be­hand­lung

Ent­schei­det das Gericht nach § 81 Abs. 1 FamFG abschlie­ßend über die Kos­ten des gesam­ten Ver­fah­rens, hat es auch zu prü­fen, ob von der Erhe­bung von Gerichts­kos­ten, die durch eine unrich­ti­ge Sach­be­hand­lung ent­stan­den sind, nach § 81 Abs. 1 Satz 2 FamFG abge­se­hen wer­den kann. Die für die Kos­ten­ent­schei­dung maß­geb­li­che Rege­lung in §

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Abstam­mungs­gut­ach­ten – und der Zeit­punkt sei­ner Ein­ho­lung

Der Zeit­punkt der Ein­ho­lung eines Abstam­mungs­gut­ach­tens unter­liegt dem Ver­hält­nis­mä­ßig­keits­grund­satz. Wegen der fami­liä­ren Aus­wir­kun­gen der Abstam­mungs­klä­rung kann es zur Wah­rung des Ver­hält­nis­mä­ßig­keits­grund­sat­zes gebo­ten sein, die­se erst dann her­bei­zu­füh­ren, wenn das Gericht fest­ge­stellt hat, dass die sons­ti­gen Vor­aus­set­zun­gen eines Umgangs- oder Aus­kunfts­an­pruchs vor­lie­gen. Inhalts­über­sichtDer ent­schie­de­ne Aus­gangs­sach­ver­haltDie Ent­schei­dung des Bun­des­ver­fas­sungs­ge­richtsAnord­nung der Abstam­mungs­un­ter­su­chung als

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Exhu­mie­rung zur Vater­schafts­fest­stel­lung

Das post­mor­ta­le Per­sön­lich­keits­recht des Ver­stor­be­nen hat im Fal­le einer für die Fest­stel­lung der Vater­schaft erfor­der­li­chen DNA-Unter­­su­chung und einer damit ein­her­ge­hen­den Exhu­mie­rung regel­mä­ßig hin­ter das Recht des Kin­des auf Kennt­nis der eige­nen Abstam­mung zurück­zu­tre­ten. Im hier vom Bun­des­ge­richts­hof ent­schie­de­nen Fall begehrt die im Jahr 1944 gebo­re­ne und in der frü­he­ren DDR

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Der ins Blaue behaup­te­te Mehr­ver­kehr – und die Kos­ten der Vater­schafts­fest­stel­lung

Hat­te der als Vater fest­ge­stell­te Mann kei­ne kon­kre­ten Anhalts­punk­te für einen Mehr­ver­kehr der Mut­ter, kann die Bil­lig­keits­ab­wä­gung gebie­ten, ihm die gesam­ten Ver­fah­rens­kos­ten ein­schließ­lich der Auf­wen­dun­gen der Kin­des­mut­ter auf­zu­er­le­gen. Ist – wie hier nach § 81 Abs. 1 Satz 1 FamFG – die Kos­ten­ent­schei­dung in das Ermes­sen des erst­in­stanz­li­chen Gerichts gestellt, ist das

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