Kostenerstattung durch Krankenversicherung bei Diagnosefehler

Kos­ten­er­stat­tung durch Kran­ken­ver­si­che­rung bei Diagnosefehler

Ist für die Behand­lung einer objek­tiv vor­lie­gen­den Erkran­kung von Anbe­ginn der Ein­satz von spe­zi­el­len Leis­tun­gen zuge­las­sen und medi­zi­nisch indi­ziert gewe­sen, kann die Kran­ken­kas­se die Kos­ten­er­stat­tung nicht mit Hin­weis auf Dia­gno­se­feh­ler ver­wei­gern. Mit die­ser Begrün­dung hat das Hes­si­sche Lan­des­so­zi­al­ge­richt in dem hier vor­lie­gen­den Fall die Kran­ken­kas­se ver­pflich­tet, die Kos­ten für eine

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Schwanger trotz Spirale

Schwan­ger trotz Spirale

Für sich allein begrün­det ein Dia­gno­se­irr­tum noch kei­ne Haf­tung eines Arz­tes. Erst wenn im Zeit­punkt der medi­zi­ni­schen Behand­lung aus der Sicht eines gewis­sen­haf­ten Arz­tes die Dia­gno­se medi­zi­nisch nicht ver­tret­bar ist, liegt ein haf­tungs­be­grün­den­der Dia­gno­se­feh­ler vor. So hat das Ober­lan­des­ge­richt Hamm in dem hier vor­lie­gen­den Fall einer Pati­en­tin ent­schie­den, die auf­grund einer

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Das unzureichend ausgestattete Krankenhaus - und die hinausgezögerte Verlegung

Das unzu­rei­chend aus­ge­stat­te­te Kran­ken­haus – und die hin­aus­ge­zö­ger­te Verlegung

Erkennt ein Arzt, dass das unkla­re kli­ni­sche Beschwer­de­bild des Pati­en­ten umge­hend wei­te­re dia­gnos­ti­sche Maß­nah­men (hier: Hirn­dia­gnos­tik) erfor­dert, ver­schiebt er die wegen unzu­rei­chen­der Aus­stat­tung der Kli­nik erfor­der­li­che Ver­le­gung in ein aus­rei­chend aus­ge­stat­te­tes Kran­ken­haus aber auf den nächs­ten Tag, liegt ein Befund­er­he­bungs­feh­ler, nicht aber ein Dia­gno­se­feh­ler vor. Nach der Recht­spre­chung des Bun­des­ge­richts­hofs erfolgt

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Befunderhebungsfehler

Befund­er­he­bungs­feh­ler

In Fäl­len eines Befund­er­he­bungs­feh­lers sind dem Pri­mär­scha­den alle all­ge­mei­nen gesund­heit­li­chen Beein­träch­ti­gun­gen des Pati­en­ten unter Ein­schluss der sich dar­aus erge­ben­den Risi­ken, die sich aus der unter­las­se­nen oder unzu­rei­chen­den Befund­er­he­bung erge­ben kön­nen, zuzu­ord­nen. Nach der Recht­spre­chung des erken­nen­den Bun­des­ge­richts­hofs erfolgt bei der Unter­las­sung der gebo­te­nen Befund­er­he­bung eine Beweis­last­um­kehr hin­sicht­lich der haf­tungs­be­grün­den­den Kausalität,

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Die nicht sofort erkannte Schweinegrippe

Die nicht sofort erkann­te Schweinegrippe

Ist beim ers­ten Arzt­be­such eines Pati­en­ten nicht dia­gnos­ti­ziert wor­den, dass er eine Schwei­ne­grip­pe mit einer Lun­gen­ent­zün­dung hat, kann der Pati­ent den­noch kei­nen Scha­dens­er­satz vom Arzt ver­lan­gen, wenn eine aus­rei­chen­de Unter­su­chung statt­ge­fun­den hat und kei­ne feh­ler­haf­te Behand­lung fest­zu­stel­len war. Mit die­ser Begrün­dung hat das Ober­lan­des­ge­richt Hamm in dem hier vor­lie­gen­den Fall dem

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Schadensersatz und Beweislastumkehr

Scha­dens­er­satz und Beweislastumkehr

Eine Umkehr der Beweis­last hin­sicht­lich der Kau­sa­li­tät des Behand­lungs­feh­lers für den ein­ge­tre­te­nen Gesund­heits­scha­den kann durch einen ein­fa­chen Befund­er­he­bungs­feh­ler her­bei geführt wer­den, wenn sich bei der gebo­te­nen Abklä­rung mit hin­rei­chen­der Wahr­schein­lich­keit ein reak­ti­ons­pflich­ti­ges posi­ti­ves Ergeb­nis gezeigt hät­te und sich die Ver­ken­nung die­ses Befun­des als fun­da­men­tal oder die Nicht­re­ak­ti­on hier­auf als grob

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