Der hin­ter­lis­ti­ge Über­fall

Bei einer Kör­per­ver­let­zung setzt ein hin­ter­lis­ti­ger Über­fall im Sin­ne von § 224 Abs. 1 Nr. 3 StGB vor­aus, dass sich die Absicht des Täters, dem Geschä­dig­ten die Ver­tei­di­gungs­mög­lich­keit zu erschwe­ren, äußer­lich mani­fes­tiert, der Täter also sei­ne Ver­let­zungs­ab­sicht plan­mä­ßig ver­birgt.

Der hin­ter­lis­ti­ge Über­fall

Ein plötz­li­cher Angriff oder das blo­ße Aus­nut­zen eines Über­ra­schungs­mo­ments rei­chen für sich allein nicht aus 1.

Bun­des­ge­richts­hof, Beschluss vom 22. Mai 2019 – 1 StR 79/​19

  1. vgl. Fischer, StGB, 66. Aufl., § 224 Rn. 22 mwN[]