Durch­su­chungs­be­schlüs­se – und die Anfor­de­run­gen an ihren Inhalt

Beschlüs­se nach Art. 13 Abs. 2 GG, § 105 StPO müs­sen den gesetz­li­chen Tat­be­stand, auf des­sen Ver­wirk­li­chung sich der Ver­dacht rich­tet, selbst benen­nen.

Durch­su­chungs­be­schlüs­se – und die Anfor­de­run­gen an ihren Inhalt

Nur wenn der zur Kon­trol­le des Ein­griffs beru­fe­ne Rich­ter sich den in Fra­ge kom­men­den Straf­tat­be­stand ver­ge­gen­wär­tigt, kann die Ver­hält­nis­mä­ßig­keit voll­stän­dig geprüft wer­den, weil die Zumut­bar­keit des Ein­griffs auch von der Schwe­re der vor­ge­wor­fe­nen Tat abhängt, für die die Straf­dro­hung von wesent­li­cher Bedeu­tung ist [1].

Die­sen Anfor­de­run­gen wird ein Beschluss nicht gerecht, in dem das Amts­ge­richt weder die straf­bar­keits­kon­sti­tu­ie­ren­den Nor­men noch den gesetz­li­chen Tat­be­stand benannt hat.

Bun­des­ver­fas­sungs­ge­richt, Beschluss vom 16. April 2015 – 2 BvR 2279/​13

  1. vgl. BVerfGK 8, 349, 354; 9, 149, 154; 19, 148, 154[]