Untreue – und die Nach­teils­zu­fü­gung

Die Nach­teils­zu­fü­gung ist bei der Untreue als Ver­mö­gens­de­likt allein durch einen Ver­gleich des Ver­mö­gens, das der Betreu­te ohne die Pflicht­ver­let­zung des Täters hät­te, mit dem Ver­mö­gen fest­zu­stel­len, über das er infol­ge der Pflicht­ver­let­zung ver­fügt.

Untreue – und die Nach­teils­zu­fü­gung

Dabei ist jeder Vor­teil zu berück­sich­ti­gen, der durch die pflicht­wid­ri­ge Hand­lung erzielt wor­den ist.

Zum Ver­mö­gen gehört nach der maß­geb­li­chen wirt­schaft­li­chen Betrach­tungs­wei­se alles, was in Geld­wert mess­bar ist 1.

Bun­des­ge­richts­hof, Urteil vom 9. Novem­ber 2016 – 5 StR 313/​15

  1. vgl. BGH, Urtei­le vom 27.02.1975 – 4 StR 571/​74, NJW 1975, 1234 mwN; vom 12.10.2016 – 5 StR 134/​15[]
  2. LG Leip­zig, Urteil vom 17.12 2014 – 8 KLs 607 Js 58699/​11[]