Bei­trags­vor­ent­hal­tung – und die Gesamt­stra­fen­bil­dung mit einer frü­he­ren Ver­ur­tei­lung

Eine neue nach­träg­li­che Gesamt­stra­fen­bil­dung mit den Ein­zel­stra­fen aus einem rechts­kräf­ti­gen Urteil kommt nur dann in Betracht, wenn die zugrun­de­lie­gen­den Taten vor der frü­he­ren Ver­ur­tei­lung began­gen wor­den sind.

Bei­trags­vor­ent­hal­tung – und die Gesamt­stra­fen­bil­dung mit einer frü­he­ren Ver­ur­tei­lung

Für die Fra­ge, ob dies der Fall ist, kommt es auf die Been­di­gung der Tat an 1.

Das Ver­ge­hen des Vor­ent­hal­tens von Arbeit­neh­mer­an­tei­len der Bei­trä­ge zur Sozi­al­ver­si­che­rung ist aber erst been­det, wenn die Bei­trags­pflicht erlo­schen ist, sei es durch Bei­trags­ent­rich­tung, sei es durch Weg­fall des Bei­trags­schuld­ners. Fest­stel­lun­gen hier­zu feh­len bis­her 2.

Bun­des­ge­richts­hof, Beschluss vom 24. August 2017 – 1 StR 625/​16

  1. BGH, Beschluss vom 18.08.2015 – 1 StR 305/​15, NStZ-RR 2015, 305; LK-Ris­sing­van Saan, StGB, 12. Aufl., § 55 Rn. 9[]
  2. BGH, Beschlüs­se vom 27.09.1991 – 2 StR 315/​91, wis­tra 1992, 23; und vom 28.10.2008 – 5 StR 166/​08, BGHSt 53, 24 Rn. 41[]