Sub­ven­ti­ons­be­trug – und die zweck­wid­ri­ge Ver­wen­dung der För­der­gel­der

§ 264 Abs. 1 Nr. 2 StGB stellt den­je­ni­gen unter Stra­fe, der einen Gegen­stand oder eine Geld­leis­tung, deren Ver­wen­dung durch Rechts­vor­schrif­ten oder durch den Sub­ven­ti­ons­ge­ber im Hin­blick auf eine Sub­ven­ti­on beschränkt ist, ent­ge­gen der Ver­wen­dungs­be­schrän­kung ver­wen­det.

Sub­ven­ti­ons­be­trug – und die zweck­wid­ri­ge Ver­wen­dung der För­der­gel­der

Einer zweck­wid­ri­gen Ver­wen­dung der För­der­gel­der steht nicht ent­ge­gen, dass die Aus­zah­lung der Mit­tel erst nach Frei­ga­be der Zah­lun­gen durch das finan­zie­ren­de Ban­ken­kon­sor­ti­um erfolg­te. Auch die mit der Finan­zie­rung, dem "Bau­con­trol­ling" bzw. der Finanz­kon­trol­le befass­ten Ban­ken kön­nen als in das Sub­ven­ti­ons­ver­fah­ren ein­ge­schal­te­te Stel­len Sub­ven­ti­ons­ge­ber nach § 264 Abs. 1 StGB sein.

Eine zweck­wid­ri­ge Ver­wen­dung von Mit­teln im Sin­ne von § 264 Abs. 1 Nr. 2 StGB liegt schon dann vor, wenn die erlang­ten Gel­der nicht umge­hend für den mit der Sub­ven­ti­on ver­folg­ten Zweck ver­wen­det wur­den 1.

Bun­des­ge­richts­hof, Urteil vom 25. Okto­ber 2017 – 1 StR 339/​16

  1. Münch­Komm-StG­B/­Woh­lers/­Mühl­bau­er, 2. Aufl., § 264 Rn. 92 mwN[]