Ber­li­ner Stadt­au­to­bahn

Auf Antrag eines Natur­schutz­ver­ban­des und meh­re­rer pri­va­ter Antrag­stel­ler hat das Bun­des­ver­wal­tungs­ge­richt der Ber­li­ner Senats­ver­wal­tung für Stadt­ent­wick­lung durch Eil­be­schluss unter­sagt, an der für die Ver­län­ge­rung der Stadt­au­to­bahn A 100 vor­ge­se­he­nen Tras­se bau­vor­be­rei­ten­de Maß­nah­men durch­zu­füh­ren, ins­be­son­de­re Tei­le der Tras­se frei­zu­le­gen.

Ber­li­ner Stadt­au­to­bahn

Gegen den Wei­ter­bau der Auto­bahn sind meh­re­re Kla­gen beim Bun­des­ver­wal­tungs­ge­richt anhän­gig, dar­un­ter die der Antrag­stel­ler. Auf deren Antrag hat das Bun­des­ver­wal­tungs­ge­richt mit Beschluss vom 31. März 2011 die Voll­zie­hung des Plan­fest­stel­lungs­be­schlus­ses aus­ge­setzt, weil das Inter­es­se der Antrag­stel­ler am Unter­blei­ben von Voll­zugs­maß­nah­men bis zur abschlie­ßen­den Prü­fung ihrer recht­li­chen Ein­wän­de das Inter­es­se des Lan­des Ber­lin an der sofor­ti­gen Voll­zie­hung des Plan­fest­stel­lungs­be­schlus­ses über­wie­ge (s. Pres­se­mit­tei­lung Nr. 27/​2011).

Gleich­wohl hat die Senats­ver­wal­tung Ende Janu­ar 2012 damit begon­nen, ein von ihr erwor­be­nes Klein­gar­ten­ge­län­de im Tras­sen­ver­lauf zu beräu­men sowie Obst­ge­höl­ze und Strauch­werk zu ent­fer­nen. Das Bun­des­ver­wal­tungs­ge­richt hat klar­ge­stellt, dass der­ar­ti­ge Tätig­kei­ten dem Voll­zug des Plan­fest­stel­lungs­be­schlus­ses zuzu­ord­nen sind und daher einst­wei­len nicht durch­ge­führt wer­den dür­fen. Davon aus­ge­nom­men sind Maß­nah­men der Ver­kehrs­si­che­rung, wie sie jedem Grund­stücks­ei­gen­tü­mer oblie­gen, nament­lich die Besei­ti­gung ein­sturz­ge­fähr­de­ter Bau­lich­kei­ten und die Besei­ti­gung von Abfäl­len.

Bun­des­ver­wal­tungs­ge­richt, Beschluss vom 9. Febru­ar 2012 – 9 VR 2.12