Die Rechen­schafts­be­rich­te der Par­tei­en

Nach Ab­lauf der in § 19a Abs. 3 Satz 1 und 2 PartG ge­re­gel­ten Frist kann eine re­chen­schafts­pflich­ti­ge Par­tei den von ihr ein­ge­reich­ten Re­chen­schafts­be­richt grund­sätz­lich nur noch unter den in § 23b Abs. 2 Satz 1 PartG ge­nann­ten Vor­aus­set­zun­gen als Ge­gen­stand des vom Prä­si­den­ten des Deut­schen Bun­des­ta­ges nach § 23a PartG ein­ge­lei­te­ten Prü­fungs­ver­fah­rens ver­än­dern.

Die Rechen­schafts­be­rich­te der Par­tei­en

In der Ein­nah­me­rech­nung des Re­chen­schafts­be­richts hat die Par­tei unter der Po­si­ti­on „staat­li­che Mit­tel“ (§ 24 Abs. 4 Nr. 8 PartG) den­je­ni­gen Be­trag an­zu­ge­ben, den der Prä­si­dent des Deut­schen Bun­des­ta­ges gemäß § 19a Abs. 1 Satz 1 PartG zum 15. Fe­bru­ar des Fol­ge­jah­res für das An­spruchs­jahr fest­ge­setzt hat.

Schließt das im Re­chen­schafts­be­richt aus­ge­wie­se­ne Rein­ver­mö­gen des Rech­nungs­jah­res nicht lü­cken­los an die An­ga­be des Rein­ver­mö­gens des Vor­jah­res an, muss der Re­chen­schafts­be­richt zur Auf­klä­rung der der An­schluss­lü­cke zu­grun­de lie­gen­den Un­stim­mig­kei­ten eine aus­drück­li­che Er­läu­te­rung der Dif­fe­renz im Rah­men des der Ver­mö­gens­bi­lanz nach § 24 Abs. 7 PartG hin­zu­zu­fü­gen­den Er­läu­te­rungs­teils ent­hal­ten.

Die An­wen­dung der Sank­ti­ons­norm des § 31b Satz 1 PartG ver­stößt je­den­falls dann nicht gegen das ver­fas­sungs­recht­li­che Ver­hält­nis­mä­ßig­keits­prin­zip, wenn ein be­son­nen und ge­wis­sen­haft han­deln­der Schatz­meis­ter einer re­chen­schafts­pflich­ti­gen und an der staat­li­chen Par­tei­en­fi­nan­zie­rung teil­neh­men­den Par­tei die Un­rich­tig­keit des ein­ge­reich­ten Re­chen­schafts­be­richts hät­te er­ken­nen und ver­mei­den kön­nen.

Bun­des­ver­wal­tungs­ge­richt, Urteil vom 12. Dezem­ber 2012 – 6 C 32.11