Abschie­be­haft – und die Beleh­rung des Betrof­fe­nen

Der Betrof­fe­ne ist gemäß Art. 73 Abs. 2 WÜK jeden­falls auch nach Art. 36 WÜK zu beleh­ren, wenn sein Hei­mat­staat Ver­trags­staat des Wie­ner Über­ein­kom­mens über den kon­su­la­ri­schen Dienst ist 1.

Abschie­be­haft – und die Beleh­rung des Betrof­fe­nen

Etwai­ge Feh­ler bei die­ser Beleh­rung führ­ten nur aber dann zur Rechts­wid­rig­keit der Haft­an­ord­nung, wenn das Ver­fah­ren ohne den Feh­ler zu einem ande­ren Ergeb­nis hät­te füh­ren kön­nen 2.

Bun­des­ge­richts­hof, Beschluss vom 20. Okto­ber 2016 – V ZB 106/​15

  1. Bekannt­ma­chung vom 30.11.1971, BGBl. II S. 1285[]
  2. BGH, Beschluss vom 22.10.2015 – V ZB 79/​15, InfAuslR 2016, 108 Rn. 10[]