Aus­gleichs­maß­nah­men für den ICE-Stre­cken­aus­bau

Die Kla­ge meh­re­rer Grund­stücks­ei­gen­tü­mer gegen Aus­gleichs- und Ersatz­maß­nah­men für den Aus­bau der ICE-Stre­cke Nürn­berg-Ebens­feld im Abschnitt Erlan­gen ist jetzt vor dem Bun­des­ver­wal­tungs­ge­richt in Leip­zig ohne Erfolg geblie­ben.

Aus­gleichs­maß­nah­men für den ICE-Stre­cken­aus­bau

Das ca. 17 km lan­ge Aus­bau­vor­ha­ben – Neu­bau zwei­er zusätz­li­cher Glei­se und Umbau der zwei­glei­si­gen Haupt­bahn Nürn­berg-Bam­berg – ver­ur­sacht erheb­li­che, unver­meid­ba­re Ein­grif­fe in Natur und Land­schaft, die auf­grund natur­schutz­recht­li­cher Vor­schrif­ten durch Aus­gleichs- und/​oder Ersatz­maß­nah­men kom­pen­siert wer­den müs­sen. Der Land­schafts­pfle­ge­ri­sche Begleit­plan sieht dem­entspre­chend eine Rei­he von Aus­gleichs- und Ersatz­maß­nah­men vor, für die Flä­chen im Umfang von fast 70 ha benö­tigt wer­den.

Die Klä­ger sind Eigen­tü­mer land­wirt­schaft­li­cher Flä­chen in und bei Erlan­gen, die für Aus­gleichs- und Ersatz­maß­nah­men in Anspruch genom­men wer­den. Im Mit­tel­punkt des Ver­fah­rens stand allein die Fra­ge, ob die Inan­spruch­nah­me die­ser Flä­chen erfor­der­lich ist oder – wie die Klä­ger gel­tend gemacht haben – das Eisen­bahn-Bun­des­amt zur Scho­nung land­wirt­schaft­li­cher Nutz­flä­chen vor­ran­gig auf ein­ver­nehm­lich zur Ver­fü­gung gestell­te Flä­chen oder Flä­chen im Eigen­tum der öffent­li­chen Hand hät­te zugrei­fen müs­sen.

Das Bun­des­ver­wal­tungs­ge­richt hat metho­di­sche und sons­ti­ge inhalt­li­che Män­gel bei der Fest­set­zung der Aus­gleichs- und Ersatz­maß­nah­men nicht fest­stel­len kön­nen. Der dem Plan­fest­stel­lungs­be­schluss hin­sicht­lich der Prü­fung alter­na­ti­ver Flä­chen anhaf­ten­de Begrün­dungs­man­gel hat die Sach­ent­schei­dung der Behör­de – wie sich im gericht­li­chen Ver­fah­ren her­aus­ge­stellt hat – nicht beein­flusst und konn­te der Kla­ge daher nicht zum Erfolg ver­hel­fen.

Bun­des­ver­wal­tungs­ge­richt, Urteil vom 24. März 2011 – 7 A 3.10