Der Weih­nachts­markt vor dem Schloss Char­lot­ten­burg

Der Ver­an­stal­ter des Weih­nachts­mark­tes vor dem Schloss Char­lot­ten­burg darf nach einer Eil­ent­schei­dung des Ver­wal­tungs­ge­richts Ber­lin von den Besu­chern kein Ein­tritts­geld ver­lan­gen.

Der Weih­nachts­markt vor dem Schloss Char­lot­ten­burg

Das Bezirks­amt Char­lot­ten­burg-Wil­mers­dorf erteil­te dem Antrag­stel­ler im Novem­ber 2014 eine Geneh­mi­gung zur Abhal­tung des Weih­nachts­markts vor dem Char­lot­ten­bur­ger Schloss auf der Grund­la­ge des Grün­an­la­gen­ge­set­zes (Grün­an­lG). Mit Bescheid vom 25.11.2014 unter­sag­te die­se Behör­de dem Antrag­stel­ler, Ein­tritts­gel­der für den Weih­nachts­markt zu erhe­ben und Absperr­maß­nah­men zur Durch­set­zung des Ein­tritts­gel­des ein­zu­rich­ten.

Das Ver­wal­tungs­ge­richt wies den hier­ge­gen gerich­te­ten Eil­an­trag zurück. Ein­tritts­gel­der für die Benut­zung des Weih­nachts­mark­tes ver­stie­ßen gegen das Grün­an­lG. Danach dürf­ten öffent­li­che Grün- und Erho­lungs­an­la­gen nur so benutzt wer­den, wie es sich aus der Natur der ein­zel­nen Anla­ge und ihrer Zweck­be­stim­mung erge­be. Die Erhe­bung von Ein­tritts­gel­dern und das Absper­ren der öffent­li­chen Grün- und Erho­lungs­an­la­ge wider­sprä­chen jedoch der Zweck­be­stim­mung, wonach grund­sätz­lich jeder­mann eine sol­che Anla­ge ohne Ein­tritt zur Erho­lung nut­zen kön­ne. Dies sei durch die Errich­tung des vor­über­ge­hen­den Weih­nachts­mark­tes auch nicht geän­dert wor­den.

Ver­wal­tungs­ge­richt Ber­lin, Beschluss vom 4. Dezem­ber 2014 – Ver­wal­tungs­ge­richt 24 L 381.2014 -