Die Erben eines Bo­den­re­form­ei­gen­tü­mers

Erben eines Bo­den­re­form­ei­gen­tü­mers, die nach Art. 233 § 11 Abs. 2 Satz 1 Nr. 2 Fall 1 EGBGB Ei­gen­tü­mer des ehe­ma­li­gen Bo­den­re­form­grund­stücks ge­wor­den sind, kön­nen einem ver­mö­gens­recht­li­chen Rück­über­tra­gungs­an­spruch den red­li­chen Er­werb ihres Rechts­vor­gän­gers nach § 4 Abs. 2 VermG ent­ge­gen­hal­ten, wenn sie nach Art. 233 § 12 Abs. 3 EGBGB zu­tei­lungs­fä­hig sind und kein Bes­ser­be­rech­tig­ter im Sin­ne des Art. 233 § 12 Abs. 2 EGBGB vor­han­den ist [1].

Die Erben eines Bo­den­re­form­ei­gen­tü­mers

Die Bes­ser­be­rech­ti­gung eines an­de­ren steht einem Schutz der Erben durch § 4 Abs. 2 VermG auch dann ent­ge­gen, wenn der Bes­ser­be­rech­tig­te auf sei­nen Auf­las­sungs­an­spruch nach Art. 233 § 11 Abs. 3 EGBGB oder auf des­sen Durch­set­zung ver­zich­tet hat.

Bun­des­ver­wal­tungs­ge­richt, Urteil vom 23. Mai 2012 – 8 C 25.11

  1. wie BVerwG, Ur­teil vom 19.10.2000 – 7 C 91.99, Buch­holz 428 § 2 VermG Nr. 49[]