Fest­set­zung der Flug­rou­ten für den Flug­ha­fen Ber­lin-Bran­den­burg

Die Kla­ge der Gemein­de Schö­ne­feld gegen die Flug­rou­ten­fest­set­zung für den Flug­ha­fen Ber­lin Bran­den­burg ist vor dem Ober­ver­wal­tungs­ge­richt Ber­lin-Bran­den­burg erfolg­los geblie­ben. Das Ober­ver­wal­tungs­ge­richt Ber­lin-Bran­den­burg hat die Kla­ge der Gemein­de Schö­ne­feld gegen die 247. Durch­füh­rungs­ver­ord­nung zur Luft­ver­kehrs-Ord­nung über die Fest­set­zung der Flug­rou­ten für den Flug­ha­fen Ber­lin Bran­den­burg abge­wie­sen.

Fest­set­zung der Flug­rou­ten für den Flug­ha­fen Ber­lin-Bran­den­burg

Soweit die Gemein­de gel­tend macht, dass das Bun­des­auf­sichts­amt für Flug­si­che­rung im Rah­men der Fest­set­zung der Flug­ver­fah­ren ver­pflich­tet gewe­sen wäre, betrof­fe­ne Bür­ger und Gemein­den anzu­hö­ren, ist die Kla­ge bereits unzu­läs­sig. Die von der Gemein­de Schö­ne­feld gefor­der­te förm­li­che Betei­li­gung ist im Luft­ver­kehrs­recht weder vor­ge­se­hen noch ver­fas­sungs­recht­lich gebo­ten 1.

Zudem ist die Gemein­de Schö­ne­feld auch inso­weit nicht kla­ge­be­fugt, als bei der Lärm­be­rech­nung für die Abflug­ver­fah­ren, für deren Nut­zung ein Steig­gra­di­ent von 8 oder 10 % vor­ge­schrie­ben ist, ledig­lich die Stan­dard­ab­flug­pro­fi­le mit einer Stei­gung von 3 bis 5 % zugrun­de gelegt wor­den sind. Die pau­scha­le Behaup­tung, dass sie durch die Ver­ord­nung in ihrer Pla­nungs­ho­heit ver­letzt wer­de, genügt inso­weit nicht. Im Übri­gen lässt die Gemein­de Schö­ne­feld außer Acht, dass ein schnel­le­res Stei­gen der Luft­fahr­zeu­ge zu einer Lärm­ent­las­tung am Boden führt. Der gel­tend gemach­te Berech­nungs­feh­ler kann sich daher jeden­falls nicht zulas­ten der Gemein­de Schö­ne­feld auf das Abwä­gungs­er­geb­nis aus­ge­wirkt haben.

Ober­ver­wal­tungs­ge­richt Ber­lin ‑Bran­den­burg, Urteil vom 7. Okto­ber 2014 – Ober­ver­wal­tungs­ge­richt 6 A 1.2014 -

  1. vgl. zur Wann­see-Rou­te: BVerwG, , Urteil vom 26.06.2014 – BVerwG 4 C 2.13[]