För­de­rung zur Auf­ar­bei­tung der SED-Dik­ta­tur

Der Frei­staat Sach­sen för­dert künf­tig die Ver­eins­tä­tig­keit von Ver­bän­den der Opfer der SED-Dik­ta­tur und der sowje­ti­schen Besat­zungs­macht mit jähr­lich ins­ge­samt 100.000 €. Die Säch­si­sche Lan­des­re­gie­rung hat jetzt eine ent­spre­chen­de, bereits im Vor­feld mit den Opfer­ver­bän­den abge­stimm­te För­der­richt­li­nie gebil­ligt. Danach kön­nen SED-Opfer­bän­de, die ihre Ver­eins­tä­tig­keit auf dem Gebiet des Frei­staa­tes Sach­sen ent­fal­ten, hier­für einen Zuschuss in Gestalt einer Grund­för­de­rung von bis zu 1.000 € jähr­lich erhal­ten. Wei­te­re För­der­mit­tel in Höhe von bis zu 90 % der Auf­wen­dun­gen erhal­ten die Ver­bän­de z. B. für die Bera­tung und Betreu­ung der Opfer bei der Bewäl­ti­gung der Fol­gen der poli­ti­schen Unter­drü­ckung. Beson­ders geför­dert wer­den inso­weit auch Maß­nah­men im Rah­men der his­to­risch-poli­ti­schen Bil­dung und Demo­kra­tie­er­zie­hung an Schu­len, mit denen über die poli­ti­sche Ver­fol­gung in der sowje­ti­schen Besat­zungs­zo­ne und in der DDR auf­ge­klärt wird, sowie die Erstel­lung von Doku­men­ta­tio­nen über die­se Ver­fol­gung.

För­de­rung zur Auf­ar­bei­tung der SED-Dik­ta­tur

Um die Ver­wal­tungs­ent­schei­dung über die Auf­tei­lung des zur Ver­fü­gung ste­hen­den För­der­vo­lu­mens qua­li­fi­ziert und trans­pa­rent tref­fen zu kön­nen, lässt sich das Staats­mi­nis­te­ri­um der Jus­tiz und für Euro­pa im Bewil­li­gungs­ver­fah­ren durch einen Bei­rat bera­ten. Die­ser wird vom Lan­des­be­auf­trag­ten für die Unter­la­gen des Staats­si­cher­heits­diens­tes der ehe­ma­li­gen DDR, Lutz Rathe­now, gelei­tet. Ihm gehö­ren neben Exper­ten aus ande­ren Minis­te­ri­en auch Ver­tre­ter der SED-Opfer­ver­bän­de an.