"Klei­ne Düse" in Mülheim/​Essen

Das Ver­wal­tungs­ge­richts Düs­sel­dorf hat ges­tern der Nach­bark­la­ge eines am Flug­ha­fen Mülheim/​Essen woh­nen­den Anwoh­ners aus Essen statt­ge­ge­ben und die drei ange­foch­te­nen Erlaub­nis­se nach § 25 Luft­ver­kehrs­ge­setz, die die Außen­start- und Lan­de­er­laub­nis für strahl­ge­trie­be­ne Flug­zeu­ge vom Typ Cess­na 525, 525 A und 525 B zum Gegen­stand haben, für rechts­wid­rig erklärt und die aktu­el­le Erlaub­nis auf­ge­ho­ben.

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Die ange­foch­te­nen Erlaub­nis­se sei­en rechts­wid­rig, so das Ver­wal­tungs­ge­richt, und ver­letz­ten den Klä­ger dadurch in sei­nen nach­bar­li­chen Rech­ten, weil sie als Aus­nah­me­er­laub­nis­se nicht das gesetz­lich zuläs­si­ge Mit­tel sei­en, den Betrieb der "Klei­nen Düse" auf dem Ver­kehrs­lan­de­platz Essen/​Mülheim zu ermög­li­chen.

Die Zulas­sung die­ser Düsen­jets stel­le eine wesent­li­che Ände­rung des Betrie­bes des Ver­kehrs­lan­de­plat­zes dar und erfor­de­re des­halb zumin­dest eine Ände­rungs­ge­neh­mi­gung nach § 6 LuftVG oder mög­li­cher­wei­se sogar einen Plan­fest­stel­lungs­be­schluss nach § 8 LuftVG.

Durch die­sen For­men­fehl­ge­brauch sei der Klä­ger in rechts­er­heb­li­cher Wei­se nach­tei­lig betrof­fen, weil er als Inha­ber abwä­gungs­re­le­van­ter pri­va­ter Belan­ge, nament­lich im Hin­blick auf den Flug­lärm, einen Anspruch dar­auf habe, dass die­se Belan­ge in einem durch die­se Vor­schrif­ten gere­gel­ten Ver­fah­ren abge­wo­gen wer­den.

Ver­wal­tungs­ge­richt Düs­sel­dorf, Urteil vom 25. Febru­ar 2010 – 6 K 2481/​08