Staats­haf­tung Ost

Auch im Anwen­dungs­be­reich des Staats­haf­tungs­ge­set­zes deer DDR, das in den ost­deut­schen Bun­des­län­dern nach dem Unter­gang der DDR als Lan­des­recht wei­ter­gilt, gilt der Grund­satz, dass dann, wenn eine Behör­de auf­grund einer bin­den­den Wei­sung einer über-geord­ne­ten Behör­de eine – objek­tiv – rechts­wid­ri­ge Maß­nah­me trifft, nicht die ange­wie­se­ne, son­dern die anwei­sen­de Behör­de haf­tungs­recht­lich ver­ant­wort­lich ist.

Staats­haf­tung Ost

Greift der Betrof­fe­ne die Maß­nah­me der ange­wie­se­nen Behör­de mit den vor­ge­se­he­nen Rechts­be­hel­fen des Pri­mär­rechts­schut­zes an, so hat dies ver­jäh­rungs­un­ter­bre­chen­de (bzw. ‑hem­men­de) Wir­kung auch für den Scha­dens­er­satz­an­spruch gegen die anwei­sen­de Behör­de.

Bun­des­ge­richts­hof, Beschluss vom 11. Dezem­ber 2008 – III ZR 216/​07