Ver­län­ge­rung einer Auf­ent­halts­er­laub­nis für das voll­jäh­ri­ge Kind

Die Ertei­lung einer Auf­ent­halts­er­laub­nis nach § 104 Abs. 4 Auf­en­thG an das voll­jäh­ri­ge ledi­ge Kind eines Aus­län­ders, bei dem bis zum Inkraft­tre­ten des Geset­zes das Vor­lie­gen der Vor­aus­set­zun­gen des § 51 Abs. 1 Aus­lG unan­fecht­bar fest­ge­stellt wor­den ist, erfor­dert eine posi­ti­ve Pro­gno­se über die zu erwar­ten­de Inte­gra­ti­on. Dies gilt nach § 8 Abs. 1 Auf­en­thG auch für eine Ver­län­ge­rung der Auf­ent­halts­er­laub­nis.

Ver­län­ge­rung einer Auf­ent­halts­er­laub­nis für das voll­jäh­ri­ge Kind

Lie­gen nach einer zunächst posi­ti­ven Inte­gra­ti­ons­pro­gno­se neue kon­kre­te Anhalts­punk­te für eine nega­ti­ve Ent­wick­lung vor, ist im Rah­men der Ent­schei­dung über den Ver­län­ge­rungs­an­trag eine neue Pro­gno­se zu erstel­len.

Nie­der­säch­si­sches Ober­ver­wal­tungs­ge­richt, Beschluss vom 30. Juli 2009 – 11 LA 360/​08