Beweis­last­ver­tei­lung und Scha­dens­er­satz beim Depot­ver­trag

Im Rah­men eines Depot­ver­tra­ges, eines Geschäfts­be­sor­gungs­ver­trags mit Dienst­ver­trags­cha­rak­ter, obliegt dem Scha­den­er­satz begeh­ren­den Auf­trag­ge­ber die Beweis­last nicht nur dafür, dass Auf­trä­ge wei­sungs­wid­rig aus­ge­führt wur­den, son­dern auch dafür, dass (Kauf-) Auf­trä­ge ohne Wei­sung aus­ge­führt wur­den.

Beweis­last­ver­tei­lung und Scha­dens­er­satz beim Depot­ver­trag

Macht ein Bank­kun­de als Anla­ge­in­ter­es­sent deut­lich, dass er – auf eine bestimm­te Anla­ge­ent­schei­dung – die beson­de­ren Kennt­nis­se und Ver­bin­dun­gen der Bank in Anspruch neh­men will, und beginnt die Bank die gewünsch­te Tätog­keit, kommt damit ein Bera­tungs­ver­trag zustan­de.

Land­ge­richt Hei­del­berg, Urteil vom 30. März 2010 – 2 O 14/​09