Binäre Optionen

8. Juli 2013 | Kapitalanlage- und Bankrecht
Geschätzte Lesezeit: 2 Minuten

Seitdem die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungen, die BaFin, im Dezember 2012 gegenüber der FXdirekt Bank AG ein Veräußerungs- und Zahlungsverbot erlassen hat, wird kontrovers diskutiert, in wieweit sich der CFD-Handel auf eine durchsichtigere Ebene ziehen lässt.

Unter CFD-Handel – contract for difference – versteht man einen Differenzkontrakt. Dieses finanzielle Differenzgeschäft gemäß § 1 Abs 11 Satz 4 Nr. 3 KWG ist ein zweiseitigen Vertrag, in dem sich der Käufer dem Verkäufer verpflichtet, ihm eine eventuelle Differenz des Marktpreises eines Basiswertes zu einem späteren Zeitpunkt zum Marktpreis zum Zeitpunkt des Vertragsschlusses zu zahlen. Es wird also auf die Differenz des Kurses zwischen Kauf und Verkauf spekuliert und kein Basiswert erworben. Folglich richtet sich ein CFD-Kurs nicht nach Angebot und Nachfrage, sondern hängt von dem Kurs des Basiswertes ab.

Eine Unterart des CFD-Handels stellt der Handel mit Binäroptionen dar. Hier muss man lediglich abwägen, ob eine gehandelte Option einen Kursgewinn oder Kursverlust bei Ablauf der gewählten Laufzeit haben wird. Gerade für Anfänger ist dieser Handel eine gute Einstiegsmöglichkeit, denn hierbei geht es um ein relativ leicht verständliches Anlagemodell. Der Handel mit Binäre Optionen ist im Finanzgeschäft erst relativ jung und findet online direkt mit einem Broker statt.

Aber wie findet man nun einen Online-Broker, der sein Geschäft versteht und nicht zu den schwarzen Schafen gehört? Für ein Finanzdienstleistungsgeschäft benötigt man in Deutschland eine schriftliche Erlaubnis der BaFin nach §§ 32, 33 KWG. Dazu muss er bestimmte Voraussetzungen erfüllen. Mit dem Erlaubnisantrag ist außerdem ein Geschäftsplan vorzulegen, der die Art des geplanten Geschäfts, den organisatorische Aufbau und die geplanten internen Kontrollverfahren offenlegt. Es findet eine Prüfung der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungen statt, mit der festgestellt wird, ob der Antragsteller in der Lage ist, die erforderlichen organisatorischen Vorkehrungen zu treffen, um seine Geschäfte ordnungsgemäß betreiben zu können.

Ein Online-Broker sollte aber auch gegenüber seinen Kunden bereitwillig offenlegen, wie er aufgestellt ist. Nur bei einer solchen Transparenz kann ein Kunde relativ sicher sein, sich für den “richtigen” Broker entschieden zu haben. Wer nur “zocken” will, kann natürlich auch zu einem Anbieter von Finanzwetten gehen und sich die Bank bzw. den Broker “sparen”. Diverser Anbieter ermöglichen zum Beispiel Wetten auf den Dow Jones oder den Dax. Bei diesen Finanzwetten Anbietern ist derjenige gut aufgehoben, der das Spekulieren liebt und das Risiko nicht scheut.

 
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