Binä­re Optio­nen

Seit­dem die Bun­des­an­stalt für Finanz­dienst­leis­tun­gen, die BaFin, im Dezem­ber 2012 gegen­über der FXdi­rekt Bank AG ein Ver­äu­ße­rungs- und Zah­lungs­ver­bot erlas­sen hat, wird kon­tro­vers dis­ku­tiert, in wie­weit sich der CFD-Han­del auf eine durch­sich­ti­ge­re Ebe­ne zie­hen lässt.

Binä­re Optio­nen

Unter CFD-Han­del – con­tract for dif­fe­rence – ver­steht man einen Dif­fe­renz­kon­trakt. Die­ses finan­zi­el­le Dif­fe­renz­ge­schäft gemäß § 1 Abs 11 Satz 4 Nr. 3 KWG ist ein zwei­sei­ti­gen Ver­trag, in dem sich der Käu­fer dem Ver­käu­fer ver­pflich­tet, ihm eine even­tu­el­le Dif­fe­renz des Markt­prei­ses eines Basis­wer­tes zu einem spä­te­ren Zeit­punkt zum Markt­preis zum Zeit­punkt des Ver­trags­schlus­ses zu zah­len. Es wird also auf die Dif­fe­renz des Kur­ses zwi­schen Kauf und Ver­kauf spe­ku­liert und kein Basis­wert erwor­ben. Folg­lich rich­tet sich ein CFD-Kurs nicht nach Ange­bot und Nach­fra­ge, son­dern hängt von dem Kurs des Basis­wer­tes ab.

Eine Unter­art des CFD-Han­dels stellt der Han­del mit Binär­op­tio­nen dar. Hier muss man ledig­lich abwä­gen, ob eine gehan­del­te Opti­on einen Kurs­ge­winn oder Kurs­ver­lust bei Ablauf der gewähl­ten Lauf­zeit haben wird. Gera­de für Anfän­ger ist die­ser Han­del eine gute Ein­stiegs­mög­lich­keit, denn hier­bei geht es um ein rela­tiv leicht ver­ständ­li­ches Anla­ge­mo­dell. Der Han­del mit Binä­re Optio­nen ist im Finanz­ge­schäft erst rela­tiv jung und fin­det online direkt mit einem Bro­ker statt.

Aber wie fin­det man nun einen Online-Bro­ker, der sein Geschäft ver­steht und nicht zu den schwar­zen Scha­fen gehört? Für ein Finanz­dienst­leis­tungs­ge­schäft benö­tigt man in Deutsch­land eine schrift­li­che Erlaub­nis der BaFin nach §§ 32, 33 KWG. Dazu muss er bestimm­te Vor­aus­set­zun­gen erfül­len. Mit dem Erlaub­nis­an­trag ist außer­dem ein Geschäfts­plan vor­zu­le­gen, der die Art des geplan­ten Geschäfts, den orga­ni­sa­to­ri­sche Auf­bau und die geplan­ten inter­nen Kon­troll­ver­fah­ren offen­legt. Es fin­det eine Prü­fung der Bun­des­an­stalt für Finanz­dienst­leis­tun­gen statt, mit der fest­ge­stellt wird, ob der Antrag­stel­ler in der Lage ist, die erfor­der­li­chen orga­ni­sa­to­ri­schen Vor­keh­run­gen zu tref­fen, um sei­ne Geschäf­te ord­nungs­ge­mäß betrei­ben zu kön­nen.

Ein Online-Bro­ker soll­te aber auch gegen­über sei­nen Kun­den bereit­wil­lig offen­le­gen, wie er auf­ge­stellt ist. Nur bei einer sol­chen Trans­pa­renz kann ein Kun­de rela­tiv sicher sein, sich für den „rich­ti­gen“ Bro­ker ent­schie­den zu haben. Wer nur „zocken“ will, kann natür­lich auch zu einem Anbie­ter von Finanz­wet­ten gehen und sich die Bank bzw. den Bro­ker „spa­ren“. Diver­ser Anbie­ter ermög­li­chen zum Bei­spiel Wet­ten auf den Dow Jones oder den Dax. Bei die­sen Finanz­wet­ten Anbie­tern ist der­je­ni­ge gut auf­ge­ho­ben, der das Spe­ku­lie­ren liebt und das Risi­ko nicht scheut.