Öko­ban­ken sind die Gewin­ner der Finanz­kri­se

Die Finanz­kri­se hat nicht nur schlech­te Sei­ten, denn immer mehr Anle­ger ach­ten jetzt peni­bel dar­auf, wie und wo ihr Geld ange­legt wird. Davon pro­fi­tie­ren Öko­ban­ken, denn sie ver­zeich­nen durch ihre hohe Trans­pa­renz einen gro­ßen Ansturm an neu­en Kun­den.

Öko­ban­ken sind die Gewin­ner der Finanz­kri­se

Ethi­sche Geld­an­la­ge als erfolg­rei­ches Geschäfts­mo­dell

Geld und Moral ist in der Regel schwer ver­ein­bar – aller­dings hat sich in Deutsch­land in den letz­ten Jah­ren eine ethi­sche Geld­an­la­ge als erfolg­rei­ches Geschäfts­mo­dell ent­wi­ckelt und die Finanz­kri­se sorgt für immer neue Kun­den. Finanz­in­sti­tu­te wie die Ethik­bank ver­spre­chen ihren Kun­den, dass mit deren Geld kei­ne Kin­der­ar­beit, Gen­tech­nik, Rüs­tungs­fir­men oder Kern­ener­gi­en unter­stützt wer­den. Aus die­sem Grund ste­cken die Bank­in­sti­tu­te die ihnen anver­trau­ten Kun­den­gel­der in sozia­le Pro­jek­te, Bio Land­wirt­schaft oder erneu­er­ba­re Ener­gi­en. Die Ethik­bank, die auch als die Bank mit dem Öko­bo­nus wirbt, pro­fi­tiert von Kun­den, die ger­ne wis­sen möch­ten, wo ihr Erspar­tes lan­det. Denn wenn es ohne­hin kaum Zin­sen gibt, dann soll es wenigs­tens eine sinn­vol­le Geld­an­la­ge sein. Nur bei einer Öko­bank sind sich Kun­den sicher, dass ihr Geld öko­lo­gisch, mensch­lich und zukunfts­wei­send ange­legt wird. Mit die­sem Mehr­wert kön­nen Anle­ger sehr gut leben, da es ohne­hin kaum noch einen mone­tä­ren Gewinn in Form von Zin­sen für Geld­an­la­gen gibt.

Alter­na­ti­ve Ban­ken ler­nen den Markt­füh­rern das Fürch­ten

Noch sind die Alter­na­tiv­ban­ken klei­ne Zwer­ge und kön­nen mit den Markt­füh­rern wie bei­spiels­wei­se der Com­merz­bank oder der Deut­schen Bank nicht mit­hal­ten. Doch nach Ein­schät­zung der Exper­ten müs­sen kon­ven­tio­nel­le Geld­in­sti­tu­te künf­tig damit rech­nen, dass sie vie­le Kun­den an sol­che alter­na­ti­ven Ban­ken ver­lie­ren. Schließ­lich sind in Deutsch­land 16.000.000 Bun­des­bür­ger an öko­lo­gisch sozia­len Bank­an­ge­bo­ten inter­es­siert. Und die der­zei­ti­ge Nied­rig­zins­pha­se sorgt eben­falls dafür, dass immer mehr Kun­den wech­seln. Alle Öko­ban­ken haben unter­schied­li­che Schwer­punk­te. Wäh­rend man­che sozia­le und öko­lo­gi­sche Pro­jek­te för­dern und somit nicht nur in Bio-Bau­ern­hö­fe oder Wind­kraft­an­la­gen inves­tie­ren, son­dern auch in Kin­der­hei­me, gibt es ande­re Ban­ken, die Umwelt­pro­jek­te und neue Ener­gi­en bevor­zu­gen und in den Vor­der­grund stel­len.

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