Strah­len­schutz im Sola­ri­um

Der Schutz vor den schäd­li­chen Wir­kun­gen künst­li­cher ultra­vio­let­ter Strah­lung soll ver­bes­sert wer­den. Das Bun­des­ka­bi­nett hat jetzt die ent­spre­chen­de Ver­ord­nung mit den Ände­run­gen des Bun­des­ra­tes beschlos­sen. Ziel der Neu­re­ge­lun­gen ist es, die von Sola­ri­en aus­ge­hen­den Gesund­heits­ri­si­ken zu mini­mie­ren. Seit 2009 ord­net die Inter­na­tio­na­le Orga­ni­sa­ti­on für Krebs­for­schung, eine Ein­rich­tung der Welt­ge­sund­heits­or­ga­ni­sa­ti­on (WHO), UV-Strah­lung in die höchs­te Krebs­ri­si­ko­grup­pe ein. Wegen des anhal­ten­den Anstiegs der Neu­erkran­kun­gen an Haut­krebs besteht hier nach Ansicht der Bun­des­re­gie­rung ein beson­de­rer Hand­lungs­be­darf.

Strah­len­schutz im Sola­ri­um

Bereits seit 2007 dür­fen Neu­ge­rä­te nur in Ver­kehr gebracht wer­den, wenn sie die­se Anfor­de­run­gen an die Pro­dukt­si­cher­heit ein­hal­ten. Über­prü­fun­gen haben jedoch erge­ben, dass Son­nen­stu­di­os ihre Kun­din­nen und Kun­den teil­wei­se immer noch mit einem Maß bestrah­len, das der drei­fa­chen Stär­ke der Mit­tags­son­ne am Äqua­tor ent­spricht.

Für Jugend­li­che gilt bereits seit Anfang August 2009 ein Nut­zungs­ver­bot von Sola­ri­en.

Künf­tig gel­ten für die Betrei­ber von Sola­ri­en neue Qua­li­täts­an­for­de­run­gen, mit denen die von UV-Strah­lung aus­ge­hen­den Risi­ken mini­miert wer­den sol­len. In der neu­en Ver­ord­nung wer­den neue Sicher­heits­an­for­de­run­gen ein­ge­führt wie etwa

  • das Ein­hal­ten von Min­dest­ab­stän­den,
  • die Aus­stat­tung mit einer Not­ab­schal­tung sowie
  • das Bereit­hal­ten von UV-Schutz­bril­len und
  • ein Grenz­wert, der die maxi­ma­le Bestrah­lungs­stär­ke aller Sola­ri­en im Ein­klang mit euro­päi­schem Recht beschränkt.

Des­wei­te­ren muss zukünf­tig qua­li­fi­zier­tes Per­so­nal in den Son­nen­stu­di­os anwe­send sein. Und die Betrei­ber müs­sen ihren Kun­den eine Bera­tung und Emp­feh­lun­gen zu der maxi­ma­len Bestrah­lungs­dau­er und Bestrah­lungs­stär­ke anbie­ten.

Der Bun­des­rat hat­te der UV-Schutz-Ver­ord­nung bereits mit eini­gen Kon­kre­ti­sie­run­gen zum Voll­zug zuge­stimmt. Die Ver­ord­nung tritt – mit Aus­nah­me der Anwe­sen­heits­pflicht für Fach­per­so­nal – in 6 Mona­ten nach Ver­öf­fent­li­chung in Kraft. Die Bestim­mung zur Anwe­sen­heits­pflicht für Fach­per­so­nal tritt wegen des noch zu schu­len­den Per­so­nals erst in 16 Mona­ten in Kraft.