Gesamt­grund­schuld nach dem 20. August 2008

Eine Gesamt­grund­schuld kann an den ein­zel­nen Grund­stü­cken mit unter­schied­li­chen Fäl­lig­keits­be­din­gun­gen bestehen.
Wird eine vor dem 20. August 2008 bestell­te Siche­rungs­grund­schuld auf ein ande­res Grund­stück erstreckt, gilt die durch das Risi­ko­be­gren­zungs­ge­setz ein­ge­führ­te zwin­gen­de Fäl­lig­keits­be­stim­mung des § 1193 BGB des­halb nur für die Belas­tung des nach­ver­pfän­de­ten Grund­stücks.

Gesamt­grund­schuld nach dem 20. August 2008

Eine Gesamt­grund­schuld ent­steht nicht, wenn der Belas­tungs­ge­gen­stand ver­schie­de­ner Grund­schul­den wech­sel­sei­tig aus­ge­tauscht wer­den soll (Pfand­tausch).

Bun­des­ge­richts­hof, Beschluss vom 10. Juni 2010 – V ZB 22/​10