Gro­ßer Nach­bes­se­rungs­auf­wand

Ist eine Kauf­sa­che oder ein erstell­tes Werk man­gel­haft, ste­hen dem Käu­fer bzw. Bestel­ler die gesetz­li­chen Gewähr­leis­tungs­rech­te zu, ins­be­son­de­re hat er ein Recht auf Nach­bes­se­rung. Der Ver­käu­fer bzw. Werk­un­ter­neh­mer muß also den Man­gel besei­ti­gen.

Gro­ßer Nach­bes­se­rungs­auf­wand

Dies führt immer wie­der zum Streit, wenn die­se Nach­bes­se­rung nur mit hohem Auf­wand durch­zu­füh­ren ist. Nach Auf­fas­sung des Bun­des­ge­richts­hofs greift jedoch auch dann das Nach­bes­se­rungs­recht des Kun­den:

Ein Nach­bes­se­rungs­ver­lan­gen ist auch bei erheb­li­chem Auf­wand für die Män­gel­be­sei­ti­gung nicht unver­hält­nis­mä­ßig, wenn ein objek­tiv berech­tig­tes Inte­res-se des Auf­trag­ge­bers an einer man­gel­frei­en Ver­trags­leis­tung besteht.

Bun­des­ge­richts­hof, Urteil vom 10. Novem­ber 2005 – VII ZR 64/​04 -