Rechts­be­schwer­de im PKH-Ver­fah­ren

Die Rechts­be­schwer­de kann im Ver­fah­ren über die Bewil­li­gung von Pro­zess­kos­ten­hil­fe nur wegen sol­cher Fra­gen zuge­las­sen wer­den, die das Ver­fah­ren oder die per­sön­li­chen Vor­aus­set­zun­gen betref­fen 1.

Rechts­be­schwer­de im PKH-Ver­fah­ren

Eine Zulas­sung kommt daher nicht in Betracht, wenn die Bewil­li­gung von Pro­zess­kos­ten­hil­fe allein von der Fra­ge abhängt, ob die beab­sich­tig­te Rechts­ver­fol­gung oder Rechts­ver­tei­di­gung Aus­sicht auf Erfolg hat 2. Da das Pro­zess­kos­ten­hil­fe­ver­fah­ren nicht dazu dient, zwei­fel­haf­te Rechts­fra­gen vor­ab zu ent­schei­den, ist in den Fäl­len, in denen die auf­ge­wor­fe­nen Rechts­fra­gen der höchst­rich­ter­li­chen Klä­rung bedür­fen, die Erfolgs­aus­sicht der beab­sich­ti­gen Rechts­ver­fol­gung oder -ver­tei­di­gung zu beja­hen und der bedürf­ti­gen Par­tei Pro­zess­kos­ten­hil­fe zu bewil­li­gen, nicht aber von einer Bewil­li­gung abzu­se­hen und hier­ge­gen die Rechts­be­schwer­de zuzu­las­sen 2.

Bun­des­ge­richts­hof, Beschluss vom 22. Novem­ber 2011 – VIII ZB 81/​11

  1. Bestä­ti­gung von BGH, Beschlüs­se vom 21.11.2002 – V ZB 40/​02, NJW 2003, 1126; vom 04.08.2004 – XII ZA 6/​04, Fam­RZ 2004, 1633; vom 18.07.2007 – XII ZA 11/​07, NJW-RR 2008, 144[]
  2. vgl. BGH, Beschluss vom 21.11.2002 – V ZB 40/​02, aaO[][]