Leasing ist für viele Privatpersonen eine attraktive Möglichkeit, sich den Traum vom neuen Auto zu erfüllen, ohne eine große Einmalzahlung leisten zu müssen. Dennoch gibt es auch Tücken, die in den Vertragsdetails verborgen sein können. Besonders die versteckten Kosten beim Leasing können eine Überraschung darstellen, wenn man nicht gut vorbereitet ist.
Die unterschiedlichen Arten von versteckten Kosten beim Leasing
Beim Leasing kann es eine Vielzahl von Kosten geben, die nicht sofort offensichtlich sind. Oft sind sie in den kleinen Klauseln der Verträge versteckt, welche Sie unter Umständen übersehen. Diese Kosten können Ihr Budget erheblich belasten, wenn Sie sich nicht vorab informieren. Hier sind einige der häufigsten versteckten Kosten:
- Bearbeitungsgebühren: Leasinggeber berechnen oft Bearbeitungsgebühren für den Vertragsabschluss, die Sie in Ihren Kostenplan einkalkulieren sollten.
- Überziehungsgebühren: Wenn Sie die vereinbarten Kilometer überschreiten, können erhebliche Zusatzkosten entstehen.
- Kosten für Fahrzeugrückgabe: Bei der Fahrzeugrückgabe können Kosten für die Reinigung oder für kleine Reparaturen anfallen, die als „normale Gebrauchsspuren“ gelten.
- Vollkaskoversicherung: Viele Leasinggeber verlangen den Abschluss einer Vollkaskoversicherung. Hier können ebenfalls zusätzliche Kosten anfallen.
Diese und weitere versteckte Kosten sollten Sie auf jeden Fall vor Vertragsunterzeichnung im Auge behalten. Andernfalls könnte ein vermeintlich günstiger Leasingvertrag schnell zu einem teuren Spaß werden.
Was bedeutet Verschleiß und wie kann er zu einer Kostenfalle werden?
Der Begriff „Verschleiß“ ist bei Leasingverträgen immer wieder anzutreffen, jedoch oft missverständlich. Leasinggeber und Leasingnehmer haben oftmals eine unterschiedliche Vorstellung davon, was unter normalen Verschleiß fällt und was nicht. Bei der Rückgabe des Fahrzeugs prüfen die Leasinggeber, ob am Fahrzeug eventuell Beschädigungen oder übermäßiger Verschleiß vorhanden sind, die über das hinausgehen, was als normal angesehen wird. Diese präzise Unterscheidung kann jedoch zum Streitpunkt werden.
Verschleiß kann als natürliche Abnutzung verstanden werden, die sich durch die normale Nutzung des Fahrzeugs ergibt. Aber wie weit geht der „normale“ Verschleiß? Beispiele für Verschleiß, der als normal gilt, könnten Kratzer im Lack durch Steinchen auf der Straße oder die Abnutzung der Reifen sein. In anderen Fällen könnten Kratzer oder Dellen jedoch als übermäßige Abnutzung bewertet werden, was zusätzliche Kosten verursachen kann.
Die Vertragsklauseln enthalten in der Regel eine detaillierte Liste, welche Arten von Beschädigungen als Verschleiß angesehen werden und welche nicht. Es empfiehlt sich daher, bereits im Vorfeld genau zu klären, was zulässig ist und was nicht. Einige Leasinganbieter bieten spezielle Versicherungen an, um genau diese Kosten abzudecken. Wenn Sie darauf achten, können Sie mögliche Kostenfallen vermeiden.
Kilometerabrechnung und Überziehungskosten: Ein genaues Auge behalten
Ein wichtiger Faktor beim Leasing ist die Kilometerbegrenzung. Die meisten Leasingverträge basieren auf einer festgelegten Laufleistung pro Jahr. Diese Kilometerzahl wird bei Vertragsbeginn festgelegt und hat direkten Einfluss auf die monatlichen Leasingraten. Doch was passiert, wenn Sie mehr Kilometer fahren, als vertraglich festgelegt?
Viele Leasinggesellschaften berechnen hohe Überziehungskosten, wenn die Kilometergrenze überschritten wird. Das bedeutet, dass jeder über die vereinbarte Menge hinaus gefahrene Kilometer zu einer zusätzlichen Belastung für Sie wird. Diese Kosten können sich summieren und am Ende des Leasingzeitraums eine überraschend hohe Rechnung bedeuten.
Beispielsweise könnten Ihnen pro überfahrenem Kilometer Kosten von 10 bis 20 Cent berechnet werden. Dies mag zunächst gering erscheinen, aber bei einer Überziehung von mehreren tausend Kilometern ergibt sich ein erheblicher Betrag.
Versicherung und Restwertproblematik: Was bedeutet das für Sie?
Ein weiteres wichtiges Thema im Zusammenhang mit Leasing sind die Versicherungspflichten. Die meisten Leasinggeber fordern von Ihnen, dass das Fahrzeug umfassend versichert wird, und zwar mindestens mit einer Vollkaskoversicherung. Diese Versicherungspflicht ist für viele Leasingnehmer jedoch ein unerwarteter Kostenfaktor, da sie zusätzliche Beiträge zahlen müssen.
Eine weitere Hürde beim Leasing ist die sogenannte Restwertproblematik. Beim Restwert-Leasing wird ein Restwert für das Fahrzeug festgelegt, der am Ende der Vertragslaufzeit erwartet wird. Wenn das Fahrzeug tatsächlich weniger wert ist, müssen Sie möglicherweise für die Differenz aufkommen. Dies ist besonders problematisch, wenn unvorhersehbare Faktoren wie Marktschwankungen oder übermäßige Abnutzung den Restwert des Fahrzeugs senken.
In diesem Zusammenhang sind folgende Klauseln besonders relevant:
- Verpflichtung zur Vollkaskoversicherung
- Restwertgarantie und mögliche Nachzahlungen
- Bedingungen zur Fahrzeugrückgabe (z.B. Zustand und Kilometerstand)
Diese Klauseln und Bedingungen sollten Sie genau studieren, bevor Sie einen Leasingvertrag unterzeichnen.
Tipps zur Vermeidung versteckter Kosten beim Leasing
Um versteckte Kosten beim Leasing zu vermeiden, gibt es einige Maßnahmen, die Sie ergreifen können. Der wichtigste Schritt ist, sich vorab über die Details des Leasingvertrags zu informieren und alle Klauseln genau zu lesen. Ein besonderer Fokus sollte auf folgenden Punkten liegen:
- Lesen Sie das Kleingedruckte: Viele der versteckten Kosten sind im Kleingedruckten des Vertrags versteckt. Lassen Sie sich Zeit, alle Details zu verstehen.
- Kalkulieren Sie die Gesamtkosten: Achten Sie darauf, nicht nur die monatliche Rate zu berücksichtigen, sondern auch alle weiteren potenziellen Kosten, wie Versicherungen und Fahrzeugrückgabegebühren.
- Achten Sie auf Verschleißregelungen: Klären Sie genau, welche Abnutzung als normal gilt und was als Beschädigung betrachtet wird, um Überraschungen zu vermeiden.
- Kilometergrenze realistisch festlegen: Wählen Sie eine Kilometerbegrenzung, die Ihrem Fahrverhalten entspricht, um teure Überziehungsgebühren zu vermeiden.
Darüber hinaus können Sie sich auch nach Angeboten wie Sixt Leasing trotz negativer Schufa umsehen, wenn Sie eine Alternative suchen, bei der bestimmte Voraussetzungen gelockert werden.
| Kostenart | Beschreibung | Potenzielle Höhe |
| Bearbeitungsgebühren | Kosten für die Abwicklung des Leasingvertrags | 200 – 500 EUR |
| Überziehungsgebühren | Kosten für über die Kilometergrenze hinaus gefahrene Strecken | 0,10 – 0,20 EUR pro km |
| Versicherungspflicht | Zusatzkosten für Vollkaskoversicherung | Abhängig von Anbieter |
| Fahrzeugrückgabegebühren | Kosten für die Endreinigung und kleinere Reparaturen | 100 – 300 EUR |
| Restwertanpassung | Nachzahlung bei geringerem Restwert des Fahrzeugs | Abhängig von Marktwert |
Tabelle: Kostenübersicht über mögliche Zusatzkosten beim Leasing
Diese Kostenarten sollten Sie im Blick behalten, wenn Sie sich für ein Leasing entscheiden. Durch eine sorgfältige Planung können viele überraschende Zusatzkosten vermieden werden.











