Ama­teur­funk-Ver­ord­nung

Das Bun­des­mi­nis­te­ri­um für Wirt­schaft und Tech­no­lo­gie hat am 25. August 2006 die Ers­te Ände­rung der Ama­teur­funk­ver­ord­nung ver­ab­schie­det, die zu eini­gen signi­fi­kan­ten Ände­run­gen für Ama­teu­er­fun­ker führt:

Ama­teur­funk-Ver­ord­nung

"Ein­stei­ger" dür­fen welt­wei­ten Funk­ver­kehr durch­füh­ren:

Inha­bern von Ein­stei­ger-Klas­sen – das sind in Deutsch­land rund 6000 Funk­ama­teu­re – wird erst­ma­lig die Teil­nah­me an dem äußerst attrak­ti­ven welt­wei­ten Funk­ver­kehr auf Kurz­wel­len-Fre­quenz­bän­dern ermög­licht. Ent­spre­chen­des gilt zuneh­mend auch im euro­päi­schen Aus­land, weil die­se Ein­stei­ger-Klas­se seit Kur­zem euro­pa­weit har­mo­ni­siert ist und gegen­sei­tig aner­kannt wird.

Ama­teur­funk­ver­kehr im 50-MHz-Bereich ohne Son­der­zu­tei­lun­gen:

Die bis­her wegen zu beach­ten­der Son­der­be­stim­mun­gen gel­ten­de zah­len­mä­ßi­ge Beschrän­kung bei der Nut­zung des 50-MHz-Fre­quenz­be­reichs (zuletzt 4500 Son­der­zu­tei­lun­gen) konn­te jetzt end­lich auf­ge­ho­ben wer­den. Der Fre­quenz­be­reich ist wegen sei­ner beson­de­ren Aus­brei­tungs­be­din­gun­gen für Funk­ama­teu­re ein inter­es­san­tes und belieb­tes Expe­ri­men­tier­feld. Es wird erwar­tet, dass bis zu 10.000 Funk­ama­teu­re die­sen Fre­quenz­be­reich nut­zen wer­den, ohne dass es zu nen­nens­wer­ten Stö­run­gen oder Beein­träch­ti­gun­gen ande­rer Funk­diens­te kom­men wird. Die neue Rege­lung unter­streicht die im Gesetz über den Ama­teur­funk fest­ge­leg­te Defi­ni­ti­on des Ama­teur­funk­diens­tes, wonach die­ser ein Funk­dienst ist, der u. a. zu expe­ri­men­tel­len und tech­nisch-wis­sen­schaft­li­chen Stu­di­en wahr­ge­nom­men wird.

Zusatz­prü­fung von der nied­ri­gen zur höhe­ren Zeug­nis­klas­se:

Bis­her war der Niveau­un­ter­schied zwi­schen den bei­den Zeug­nis­klas­sen E und A so deut­lich, dass zum Erwerb der höhe­ren Klas­se A eine voll­stän­dig neue Prü­fung zu absol­vie­ren war. Im Zuge der wei­te­ren euro­päi­schen Har­mo­ni­sie­rung von Funk­zeug­nis­klas­sen ist das Wis­sens­ni­veau bei Prü­fun­gen zum Erwerb der Zeug­nis­klas­se E so weit ange­gli­chen wor­den, dass zum Erwerb der höhe­ren Klas­se jetzt das erfolg­rei­che Able­gen einer ent­spre­chen­den Zusatz­prü­fung genügt.

Mit Aus­nah­me der Fest­le­gun­gen über neue Prü­fungs­an­for­de­run­gen für den Erwerb der Klas­se E gilt die Ers­te Ver­ord­nung zur Ände­rung der Ama­teur­funk­ver­ord­nung seit dem 1. Sep­tem­ber 2006. Dem­nach ist die Zusatz­prü­fung von Klas­se E nach Klas­se A bereits jetzt mög­lich; für die Anwen­dung der geän­der­ten Prü­fungs­an­for­de­run­gen ist jedoch aus prak­ti­schen Grün­den eine Über­gangs­frist bis zum 31. Janu­ar 2007 vor­ge­se­hen.