Rück­stel­lung für unge­wis­se Scha­dens­er­satz­ver­pflich­tung

Eine Rück­stel­lung für unge­wis­se Ver­bind­lich­kei­ten wegen mög­li­cher ver­trag­li­cher Scha­dens­er­satz­ver­pflich­tun­gen für die nicht voll­stän­di­ge Rück­ga­be von Leer­gut darf steu­er­recht­lich nur gebil­det wer­den, wenn der Geträn­ke­her­stel­ler von den den Scha­dens­er­satz­an­spruch begrün­den­den Umstän­den Kennt­nis hat oder zumin­dest eine der­ar­ti­ge Kennt­nis­er­lan­gung unmit­tel­bar bevor­steht.

Rück­stel­lung für unge­wis­se Scha­dens­er­satz­ver­pflich­tung

Nach den im Geträn­ke­han­del bran­chen­üb­li­chen Abläu­fen kann im Rah­men lau­fen­der Geschäfts­be­zie­hun­gen nur auf­grund beson­de­rer Umstän­de aus­nahms­wei­se mit einer vor­zei­ti­gen Inan­spruch­nah­me des Rück­ga­be­ver­pflich­te­ten gerech­net wer­den.

Bun­des­fi­nanz­hof, Urteil vom 25. April 2006 – VIII R 40/​04