Der Ver­kehrs­un­fall des Arbeit­neh­mers – und der Scha­den des Arbeit­ge­bers

Wird ein Arbeit­neh­mer bei einem Unfall im Stra­ßen­ver­kehr ver­letzt, liegt dar­in kein betriebs­be­zo­ge­ner Ein­griff in den ein­ge­rich­te­ten und aus­ge­üb­ten Gewer­be­be­trieb des Arbeit­ge­bers 1.

Der Ver­kehrs­un­fall des Arbeit­neh­mers – und der Scha­den des Arbeit­ge­bers

Der Arbeit­ge­be­rin steht kein ori­gi­när eige­ner Scha­dens­er­satz­an­spruch gegen die Unfall­ver­ur­sa­cher zu. Es fehlt an der Ver­let­zung eines der Arbeit­ge­be­rin zuste­hen­den Rechts­guts im Sin­ne des § 823 Abs. 1 BGB. Ins­be­son­de­re liegt bei einem Unfall eines Arbeit­neh­mers im Stra­ßen­ver­kehr kein betriebs­be­zo­ge­ner Ein­griff in den ein­ge­rich­te­ten und aus­ge­üb­ten Gewer­be­be­trieb des Arbeit­ge­bers vor 2.

Bun­des­ge­richts­hof, Urteil vom 22. Novem­ber 2016 – VI ZR 40/​16

  1. Fort­füh­rung BGH, Urteil vom 14.10.2008 – VI ZR 36/​08, VersR 2008, 1697 Rn. 5[]
  2. vgl. BGH, Urteil vom 14.10.2008 – VI ZR 36/​08, VersR 2008, 1697 Rn. 5; Beschluss vom 10.12 2002 – VI ZR 171/​02, VersR 2003, 466 f.; Küppersbusch/​Höher, Ersatz­an­sprü­che bei Per­so­nen­scha­den, 12. Aufl., Rn. 105[]