Inhalts­kon­trol­le kirch­li­cher Arbeits­ver­trags­re­ge­lun­gen

Bei der Inhalts­kon­trol­le von im Arbeits­ver­trag dyna­misch in Bezug genom­me­nen kirch­li­chen Arbeits­ver­trags­re­ge­lun­gen ist als im Arbeits­recht gel­ten­de Beson­der­heit zu berück­sich­ti­gen, dass das Ver­fah­ren des Drit­ten Weges mit pari­tä­ti­scher Beset­zung der Arbeits­recht­li­chen Kom­mis­si­on und Wei­sungs­un­ge­bun­den­heit ihrer Mit­glie­der gewähr­leis­tet, dass die Arbeit­ge­ber­sei­te nicht ein­sei­tig ihre Inter­es­sen durch­set­zen kann.

Inhalts­kon­trol­le kirch­li­cher Arbeits­ver­trags­re­ge­lun­gen

Auf dem Drit­ten Weg ord­nungs­ge­mäß zustan­de gekom­me­ne Arbeits­ver­trags­re­ge­lun­gen sind unab­hän­gig davon, ob sie tarif­ver­trag­li­che Rege­lun­gen des öffent­li­chen Diens­tes ganz oder mit im Wesent­li­chen glei­chen Inhal­ten über­neh­men, wie Tarif­ver­trä­ge nur dar­auf­hin zu über­prü­fen, ob sie gegen die Ver­fas­sung, gegen ande­res höher­ran­gi­ges zwin­gen­des Recht oder die guten Sit­ten ver­sto­ßen.

Bun­des­ar­beits­ge­richt, Urtei­le vom 22. Juli 2010 – 6 AZR 847/​07 und 6 AZR 170/​08