Über­prü­fung dienst­li­cher Regel­be­ur­tei­lun­gen

Die gericht­li­che Kon­trol­le dienst­li­cher Beur­tei­lun­gen rich­tet sich danach, wie die Beur­tei­lung begrün­det wird:

Über­prü­fung dienst­li­cher Regel­be­ur­tei­lun­gen
  • Wer­den Ein­zel­vor­komm­nis­se kon­kret benannt, ist der Sach­ver­halt voll zu über­prü­fen.
  • Wird die Beur­tei­lung auf all­ge­mein gehal­te­ne Tat­sa­chen­be­haup­tun­gen gestützt, hat der Arbeit­ge­ber sie auf Ver­lan­gen des Arbeit­neh­mers zu kon­kre­ti­sie­ren. Das Gericht hat unein­ge­schränkt zu über­prü­fen, ob der Arbeit­ge­ber von einem zutref­fen­den Sach­ver­halt aus­ge­gan­gen ist.
  • Wird eine dienst­li­che Beur­tei­lung auf rei­ne Wert­ur­tei­le gestützt, muss der Arbeit­ge­ber im Pro­zess kei­ne ein­zel­nen Tat­sa­chen vor­tra­gen und bewei­sen, die den Wert­ur­tei­len zugrun­de lie­gen.

Bun­des­ar­beits­ge­richt, Urteil vom 18. August 2009 – 9 AZR 617/​08