Im Rahmen der Herabsetzung und zeitlichen Begrenzung des Unterhalts ist der Unterhaltspflichtige für die Tatsachen darlegungs- und beweisbelastet, die für eine Befristung sprechen. Hinsichtlich der Tatsache, dass ehebedingte Nachteile nicht entstanden sind, trifft den Unterhaltsberechtigten aber nach den Regeln zum Beweis negativer Tatsachen eine sog. sekundäre Darlegungslast1.
Der Unterhaltsberechtigte muss die Behauptung, es seien keine ehebedingten Nachteile entstanden, substantiiert bestreiten und seinerseits darlegen, welche konkreten ehebedingten Nachteile entstanden sein sollen. Erst wenn das Vorbringen des Unterhaltsberechtigten diesen Anforderungen genügt, müssen die vorgetragenen ehebedingten Nachteile vom Unterhaltspflichtigen widerlegt werden.
Bundesgerichtshof, Urteil vom 24. März 2010 – XII ZR 175/08
- Klarstellung zu BGH, Urteile vom 14.11.2007 – XII ZR 16/07, FamRZ 2008, 134; vom 16.04.2008 – XII ZR 107/06, FamRZ 2008, 1325; vom 14.10.2009 – XII ZR 146/08, FamRZ 2009, 1990; und vom 28. März 1990 – XII ZR 64/89, FamRZ 1990, 857[↩]











