Familienrecht – Gut beraten ist halb gewonnen

Tja, die liebe Familie. Wenn alles eitel Freude und Sonnenschein ist, gibt es nichts schöneres und verlässlicheres als eine Familie. Aber wehe, es ziehen dunkle Wolken auf und es kracht. Meist kommt es wieder zur Versöhnung – in einigen Fällen aber auch nicht. Und dann ist guter Rat teuer. Lässt sich der Streit nicht wieder einrenken, muss ein Familienanwalt konsultiert werden und es greift das Familienrecht.

Familienrecht – Gut beraten ist halb gewonnen

Wann wird ein Familienanwalt gebraucht?

Der sogenannte Fachanwalt für Familienrecht kommt dann ins Spiel, wenn es in der Familie so richtig knallt und keine Versöhnung in Sicht ist. Im Streitfall gibt es sodann einige Rechtsverhältnisse zu regeln. Das betrifft Ehen/Lebenspartnerschaften, Familien, Verwandtschaft, Vormundschaften, Pflegschaften oder andere Betreuungsformen. Das Familienrecht ist ein komplexes Gebiet und der Fachanwalt muss sich auskennen in den Bereichen materielles Ehe-, Familien- und Kindschaftsrecht unter Einschluss familienrechtlicher Bezüge zum Erb-, Gesellschafts-, Sozial- und Steuerrecht und zum öffentlichen Recht, der nichtehelichen Lebensgemeinschaft und der Lebenspartnerschaft, des familienrechtlichen Verfahrens- und Kostenrechts sowie der familienrechtlichen Vertragsgestaltung.

Wo unterstützt ein Familienanwalt?

Kommt es zu einer Trennung oder Scheidung, regelt der Familienanwalt alle zugehörigen Problematiken. Das sind die Klärung von Unterhaltspflichten, der Zugewinn-Ausgleich, eventuell zustehender Trennungsunterhalt, Sorge- und Umgangsrecht, Vermögensfragen und Versorgungsausgleich. Da nicht immer eine einvernehmliche Regelung möglich ist, kann der Anwalt bei entsprechender Befähigung auch als Mediator tätig sein, um zu einer für beide Parteien fairen Lösung zu gelangen. Die Rechtsanwälte für Familienrecht stehen gerichtlich und außergerichtlich in Konflikten bei. Was vielleicht immer untergeht, weil Scheidungs- und Streitfälle dominieren ist, dass der Familienanwalt auch bei der Eheschließung unterstützen kann. So lässt sich über die Erstellung eines Ehevertrages ebenfalls Geld sparen.

Was kostet ein Familienanwalt?

Da bei einer Scheidung Anwaltszwang ist, fallen automatisch Kosten für einen Anwalt an. Allerdings besteht hier bei einer einvernehmlichen Scheidung Sparpotenzial. Es ist in dem Fall nur ein Anwalt notwendig. Bei unüberbrückbaren Differenzen wird sich allerdings jede Partei von einem eigenen Familienanwalt vertreten lassen. Die Kosten richten sich nach dem Streitwert bzw. Gegenstandswert und werden berechnet aus dem Nettoeinkommen der Ehegatten multipliziert mit drei. Der Gegenstandswert erhöht sich dann, wenn noch um Vermögen gezankt wird (Immobilien, Autos, Bargeld). Zum Streitwert dazugerechnet werden noch eine Auslagenpauschale und die Gerichtskosten. Leider zahlen die meisten Rechtsschutzversicherungen im Familienrecht nur die Erstberatung. Für alle weiteren Leistungen müssen separate Bausteine vereinbart werden. Daher gilt speziell im Familienrecht: Gut beraten ist halb gewonnen!