Eltern­geld – und die erziel­ten Pro­vi­sio­nen

Pro­vi­sio­nen, die der Arbeit­ge­ber im Bemes­sungs­zeit­raum vor der Geburt des Kin­des zahlt, kön­nen das Eltern­geld erhö­hen, wenn sie als lau­fen­der Arbeits­lohn gezahlt wer­den. Wer­den Pro­vi­sio­nen hin­ge­gen als sons­ti­ge Bezü­ge gezahlt, erhö­hen sie das Eltern­geld nicht.

Eltern­geld – und die erziel­ten Pro­vi­sio­nen

Das ent­schied jetzt das Bun­des­so­zi­al­ge­richt in dem Ver­fah­ren eines Vaters, der im Jahr vor der Geburt sei­nes Kin­des am 20. Janu­ar 2015 aus sei­ner Beschäf­ti­gung als Bera­ter neben einem monat­lich gleich­blei­ben­den Gehalt im Okto­ber und Dezem­ber 2014 quar­tals­wei­se gezahl­te Prä­mi­en ("Quar­tal­s­pro­vi­sio­nen") erzielt hat­te. Sei­ne Gehalts­mit­tei­lun­gen wie­sen die Prä­mi­en als sons­ti­ge Bezü­ge im lohn­steu­er­recht­li­chen Sin­ne aus. Die Beklag­te bewil­lig­te dem Klä­ger Eltern­geld, ohne jedoch die im Okto­ber und Dezem­ber 2014 gezahl­ten Prä­mi­en zu berück­sich­ti­gen.

Wäh­rend die Vor­in­stan­zen die Beklag­te zur Gewäh­rung höhe­ren Eltern­gelds unter Berück­sich­ti­gung der zusätz­lich gezahl­ten Quar­tal­s­pro­vi­sio­nen ver­ur­teilt hat­ten, hat das Bun­des­so­zi­al­ge­richt nun die Kla­ge abge­wie­sen, weil die Pro­vi­sio­nen nicht lau­fend, son­dern nur quar­tals­wei­se gezahlt wur­den.

Der Gesetz­ge­ber hat, so das Bun­des­so­zi­al­ge­richt, durch die ab dem 1. Janu­ar 2015 gel­ten­de Neu­re­ge­lung des § 2c Absatz 1 Satz 2 BEEG, gegen die ver­fas­sungs­recht­li­che Beden­ken nicht bestehen, Pro­vi­sio­nen von der Bemes­sung des Eltern­gel­des aus­ge­nom­men, die nach dem Arbeits­ver­trag nicht regel­mä­ßig gezahlt und ver­bind­lich als sons­ti­ge Bezü­ge zur Lohn­steu­er ange­mel­det wer­den. Mit die­ser Rege­lung hat er auf die anders­lau­ten­de Recht­spre­chung des Bun­des­so­zi­al­ge­richts reagiert.

Bun­des­so­zi­al­ge­richt, Urteil vom 14. Dezem­ber 2017 – B 10 EG 7/​17 R