GKV-OrgWG

Zum 1. April ist das "Gesetz zur Wei­ter­ent­wick­lung der Orga­ni­sa­ti­ons­struk­tu­ren in der gesetz­li­chen Kran­ken­ver­si­che­rung (GKV-OrgWG)" in kraft getre­ten. In die­sem Gesetz – etwas ver­steckt – hat der Gesetz­ge­ber auch auf eini­ge von ihm als frag­wür­dig ein­ge­stuf­te Prak­ti­ken in der Zusam­men­ar­beit zwi­schen Ver­trags­ärz­ten und Leis­tungs­er­brin­gern im Hilfs­mit­tel­be­reich reagiert. Durch die neue gesetz­li­che Bestim­mun­gen wer­den in das Sozi­al­ge­setz­buch V meh­re­re neue Ver­bo­te und Ver­pflich­tun­gen auf­ge­nom­men, die sich pri­mär an die Leis­tungs­er­brin­ger und die Kran­ken­kas­sen rich­ten. Mit die­sen Rege­lun­gen sol­len, so die Begrün­dung des Bun­des­ge­sund­heits­mi­nis­te­ri­ums, Inter­es­sens­kon­flik­te der ver­ord­nen­den Ver­trags­ärz­te und Anrei­ze für Fehl­ver­hal­ten der Betei­lig­ten zum Nach­teil der Ver­si­cher­ten und der Soli­dar­ge­mein­schaft soweit wie mög­lich ver­hin­dert wer­den. Seit dem 1. April gilt:

GKV-OrgWG
  • Leis­tungs­er­brin­gern sind sämt­li­che Zah­lun­gen und Zuwen­dun­gen an Ver­trags­ärz­te im Zusam­men­hang mit der Hilfs­mit­tel­ver­sor­gung unter­sagt.
  • Kran­ken­kas­sen sind ver­pflich­tet, die jeweils zustän­di­ge Ärz­te­kam­mer zu infor­mie­ren, wenn Ver­trags­ärz­te auf ver­trag­li­cher Grund­la­ge an der Durch­füh­rung der Hilfs­mit­tel­ver­sor­gung mit­wir­ken, damit die berufs­recht­li­che Zuläs­sig­keit geprüft wer­den kann.
  • Kran­ken­kas­sen sol­len auch mel­den, wenn sie Auf­fäl­lig­kei­ten fest­stel­len, die auf eine Zuwei­sung von Ver­si­cher­ten an bestimm­te Leis­tungs­er­brin­ger oder sons­ti­ge unzu­läs­si­ge Prak­ti­ken hin­deu­ten.