Der über­gan­ge­ne Beweis­an­trag

Ein ord­nungs­ge­mäß gestell­ter Beweis­an­trag darf nur unbe­rück­sich­tigt blei­ben, wenn das Beweis­mit­tel für die zu tref­fen­de Ent­schei­dung uner­heb­lich, das Beweis­mit­tel uner­reich­bar bzw. unzu­läs­sig oder abso­lut untaug­lich ist oder wenn die in Fra­ge ste­hen­de Tat­sa­che zuguns­ten des Beweis­füh­ren­den als wahr unter­stellt wer­den kann 1.

Der über­gan­ge­ne Beweis­an­trag

In der Recht­spre­chung ist aner­kannt, dass das Finanz­ge­richt einem Beweis­an­trag nur dann nach­kom­men muss, wenn die­ser sub­stan­ti­iert ist 2. Das setzt vor­aus, dass das Beweis­the­ma und das vor­aus­sicht­li­che Ergeb­nis der Beweis­auf­nah­me in Bezug auf ein­zel­ne kon­kre­te Tat­sa­chen genau ange­ge­ben wur­den 3.

Bun­des­fi­nanz­hof, Beschluss vom 14. Sep­tem­ber 2015 – VIII B 40/​15

  1. stän­di­ge Recht­spre­chung, z.B. BFH, Beschlüs­se vom 02.10.2013 – III B 56/​13, BFH/​NV 2014, 62; vom 05.11.2013 – VI B 86/​13, BFH/​NV 2014, 360; und vom 29.06.2011 – X B 242/​10, BFH/​NV 2011, 1715[]
  2. z.B. BFH, Beschlüs­se vom 17.03.2003 – VII B 269/​02, BFH/​NV 2003, 825; vom 02.03.2006 – XI B 79/​05, BFH/​NV 2006, 1132[]
  3. z.B. BFH, Beschlüs­se vom 21.11.2002 – VII B 58/​02, BFH/​NV 2003, 485; vom 12.12 2007 – I B 134/​07, BFH/​NV 2008, 736; vom 14.07.2008 – II B 5/​08, BFH/​NV 2008, 1815[]