Kin­der­geld – Antrags- und Kla­ge­be­fug­nis des Kin­des

Nach § 67 Satz 2 EStG kann außer dem Berech­tig­ten auch der­je­ni­ge einen Antrag auf Kin­der­geld stel­len, der ein berech­tig­tes Inter­es­se an der Leis­tung des Kin­der­gel­des hat.

Kin­der­geld – Antrags- und Kla­ge­be­fug­nis des Kin­des

Das kann gemäß § 74 Abs. 1 Satz 1 und 3 EStG auch ein Kind sein, wenn der Kin­der­geld­be­rech­tig­te dem Kind gegen­über man­gels Leis­tungs­fä­hig­keit nicht unter­halts­ver­pflich­tet ist 1.

Aus der Antrags­be­fug­nis des Kin­des folgt zugleich die Kla­ge­be­fug­nis in einem finanz­ge­richt­li­chen Ver­fah­ren, in dem die Recht­mä­ßig­keit eines Kin­der­geld-Ableh­nungs­be­schei­des strei­tig ist 2.

Bun­des­fi­nanz­hof, Urteil vom 5. Febru­ar 2015 – III R 31/​13

  1. BFH, Urteil vom 26.11.2009 – III R 67/​07, BFHE 228, 42, BSt­Bl II 2010, 476[]
  2. BFH, Beschluss vom 30.10.2008 – III R 105/​07, BFH/​NV 2009, 193[]