Wech­sel von unmit­tel­ba­rer zu mit­tel­ba­rer Betei­li­gung an einer aty­pisch stil­len Gesell­schaft

Mit dem Aus­schei­den des stil­len Gesell­schaf­ters aus einer aty­pisch stil­len Gesell­schaft geht der Ver­lust­vor­trag ver­lo­ren, soweit der Fehl­be­trag auf den aus­schei­den­den Gesell­schaf­ter ent­fällt. Dies gilt auch dann, wenn der aus­schei­den­de stil­le Gesell­schaf­ter über eine ande­re Per­so­nen­ge­sell­schaft (Ober­ge­sell­schaft) mit­tel­bar wei­ter­hin an der aty­pisch stil­len Gesell­schaft (Unter­ge­sell­schaft) betei­ligt ist 1.

Wech­sel von unmit­tel­ba­rer zu mit­tel­ba­rer Betei­li­gung an einer aty­pisch stil­len Gesell­schaft

Schei­det der stil­le Gesell­schaf­ter wäh­rend des Erhe­bungs­zeit­raums aus der aty­pisch stil­len Gesell­schaft aus, kön­nen bis zu die­sem Zeit­punkt ange­fal­le­ne posi­ti­ve Gewer­be­er­trä­ge der Gesell­schaft noch um Ver­lus­te frü­he­rer Jah­re gekürzt wer­den, soweit sie nicht zuvor mit etwai­gen Ver­lus­ten, die nach dem Aus­schei­den des Gesell­schaf­ters im Erhe­bungs­zeit­raum ent­stan­den sind, zu ver­rech­nen sind.

Bun­des­fi­nanz­hof, Urteil vom 22. Janu­ar 2009 – IV R 90/​05

  1. Anschluss an BFH, Urteil vom 6. Sep­tem­ber 2000 IV R 69/​99, BFHE 193, 151, BSt­Bl II 2001, 731[]