Lohn­steu­er­nach­for­de­rung wegen Irr­tums über die unbe­schränk­te Steu­er­pflicht

Das Finanz­amt kann auch dann „nach­träg­lich“ (§ 50 Abs. 5 Satz 4 Nr. 1, § 50 Abs. 5 Satz 2 Nr. 1 EStG) fest­stel­len, dass die Vor­aus­set­zun­gen der unbe­schränk­ten Ein­kom­men­steu­er­pflicht nach § 1 Abs. 3 EStG nicht vor­ge­le­gen haben, wenn es dies bereits bei Ertei­lung der Beschei­ni­gung hät­te bemer­ken kön­nen. Auch bei einer feh­ler­haft erteil­ten Beschei­ni­gung nach § 39c Abs. 4 EStG 1997 kann das Finanz­amt die zu wenig erho­be­ne Lohn­steu­er nach­for­dern.

Lohn­steu­er­nach­for­de­rung wegen Irr­tums über die unbe­schränk­te Steu­er­pflicht

Feh­ler des Finanz­am­tes sol­len halt nicht zu Las­ten des Finanz­am­tes gehen.

Bun­des­fi­nanz­hof, Urteil vom 23. Sep­tem­ber 2008 – I R 65/​07