Ein Frei­be­trag für meh­re­re Erben

Für die Über­tra­gung eines Unter­neh­mens sieht das Erb­schaft­steu­er­ge­setz einen beson­de­ren Frei­be­trag vor. Wird das Unter­neh­men auf meh­re­re Erben oder Ver­mächt­nis­neh­mer über­tra­gen, so ist die­ser Frei­be­trag ent­spre­chend auf­zu­tei­len. Dies kann durch­aus auch zum Nach­teil ein­zel­ner Erben gesche­hen, wenn bei der Abfas­sung des Tes­ta­ments kei­ne Vor­sor­ge getrof­fen wird:

Ein Frei­be­trag für meh­re­re Erben

Denn soweit bei einer Ver­tei­lung des in § 13a Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 ErbStG vor­ge­se­he­nen Frei­be­trags "zu glei­chen Tei­len" die den Erwer­bern zuste­hen­den Antei­le am Frei­be­trag jeweils nicht höher sind als die Steu­er­wer­te der auf sie über­ge­gan­ge­nen Antei­le an dem nach § 13a Abs. 4 ErbStG begüns­tig­ten Ver­mö­gen, ist die­ser Ver­tei­lungs­maß­stab auch dann allein maß­ge­bend, wenn sich der Frei­be­trags­an­teil im Ergeb­nis nicht auf die Besteue­rung ein­zel­ner Erwer­ber aus­wirkt.

Bun­des­fi­nanz­hof, Urteil vom 25. Janu­ar 2006 – II R 56/​04